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Natur und so

Blog-Ferien-Lektüre: 40 Tiere zum Aufklappen

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Foto: J. Prinz

Foto: J. Prinz

Wie ihr wisst, sind Karolin und ich ja Kinderbuchautorinnen. Wir schreiben – wer hätte es gedacht – über Naturthemen. Na gut, ich schreibe über Naturthemen. Karolin kann außerdem noch über so ziemlich alles andere schreiben, deshalb hat sie ja auch einen Wissenschaftspreis. Jedenfalls gucken wir uns fremde Kindersachbücher immer ganz genau an. Eines davon stelle ich euch heute vor, in der Hoffnung, dass dann keiner merkt, dass wir in Blog-Urlaub gehen.

Kindersachbücher also. Da wollen wir immer wissen: Wie ist das Thema? Ist die Umsetzung gelungen? Wie hat die Autorenkollegin den Text formuliert? Sowas eben. Und neulich bin ich über ein Buch gestolpert, dass ich gerne selbst geschrieben hätte. Der Gerstenberg Verlag war so freundlich, mir ein Exemplar von „40 Tiere zum Aufklappen und Entdecken“ von Florence Guiraud und Judith Nouvion ins Büro zu schicken. Und jetzt sitze ich hier grün vor Neid.

Foto: J. Prinz

Foto: J. Prinz

Die gute Nachricht: Das Cover der „40 Tiere“ passt super zu meinem grünen Gesicht, denn es ist knallrot. Und hinter dem hübschen Cover steckt zum Glück auch noch mehr und zwar Tiere zum Aufklappen. (Zum Aufklappen!) Jede Doppelseite widmet sich einer Tierart: Ein Nashorn findet sich hier, der Eisbär, aber auch Strauß, Königsboa, Seepferdchen oder Ameisenbär. Wer es lieber heimisch mag, findet neben Wildkaninchen und Katze auch Kuh oder Gänsegeier…äh, Spatz.

Auf der linken Seite stehen die Sachinfos, auf der rechten Seite ist das Tier abgebildet. Oben auf der Textseite gibt es einen Steckbrief, in dem man erfährt, wie alt, groß oder schwer das jeweilige Tier wird.

Foto: J. Prinz

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Das Schema darunter ist immer ähnlich: Oben ein Satz über Nahrung und Feinde, ein „Wer bist du“-Kasten und ein kurzer Sachtext zu einer Besonderheit – meistens coolen Verhaltensweisen.

Für mein Empfinden sind die Informationen gut gewählt und aus fachlicher Sicht prima. Vom Schreibstil her ist das ein Buch, das sicher von den berühmten „Expertenkindern“ gemocht wird. Das sind die, die alle Dinosauriernamen auswendig wissen oder wer Charles Darwin war. (Da hat mich mal ein Achtjähriger aufgeklärt: „Der Be-grün-der der modernen E-vo-lu-tions-forschung!“) Der Verlag listet das Buch allerdings bei seinen Erwachsenen-Büchern und auch (vor allem?)  für uns Große ist das Buch was.

Foto: J. Prinz

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Ihr seht es schon auf den Fotos: Auf der Bildseite gibt es Klappen und man kann das Skelett angucken! Natürlich habe ich gleich nachgesehen, ob drinsteht, wie viele Halswirbel eine Giraffe hat. (Jawohl.) Den Rest der Zeit habe ich ganz einfach…geblättert. Wusstet ihr, wie das Skelett eines Nagelrochens aussieht? Oder das einer Fledermaus?

Mein Fazit: Die „40 Tiere zum Aufklappen und Entdecken“ sind ein super Buch, auch für Erwachsene. Wer die kleinen Textschnipsel im Ekel-Buch unserer Kollegin Anne Scheller mochte, wird auch die Informationshäppchen in diesem Buch mögen. Und die Zeichnungen der Skelette sind grandios. Ich gebe das Buch an Karolin weiter, nur um zu sehen, wie ihr Gesicht grün anläuft.

Foto: J. Prinz

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Und dann gehen wir beide ganz schnell in Blog-Urlaub. Vielleicht fällt uns in der freien Zeit ja noch ein Konzept für (noch) ein eigenes cooles Sachbuch ein. Hier im Blog geht es jedenfalls schon am 29. August 2016 weiter. Nutzt doch einfach die zwei Wochen für viele Naturerlebnisse und berichtet dann hier!

Und wenn es weiter so regnet: Kauft das Buch und bleibt drinnen! Ihr bekommt es für 24.95 Euro hier:

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Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

Autor: Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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