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Natur und so

Blut-Sauerampfer: super für Salat

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Foto: J. Prinz

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Bestimmt habt ihr es mitbekommen: hier in Norddeutschland war Sturm. Angekündigt waren Windgeschwindigkeiten, bei denen man sein Auto unter Bäumen wegfährt und nicht vor die Tür geht, es sei denn, man kommt nicht drum herum. Außerdem sollte man mal einen kurzen Blick auf den Balkon werfen und nachschauen, ob da irgendwas steht, was wegwehen könnte, oder besonders empfindlich ist. Als ich also nachschaute, sah die Bestandsaufnahme etwa so aus: Erdbeeren – stehen tief genug. Tomaten – sind entweder mit einem Spanngurt befestigt, oder sowieso schon in den letzten Zügen. Der Lechuza-Topf ist so schwer, dass er nicht weggeweht werden kann. Doch der Sauerampfer muss rein!

Foto: J. Prinz

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Ihr habt richtig gelesen: Sauerampfer. Und zwar nicht nur irgendeiner, sondern sogar ein richtig cooler. Bedenkt man meinen fehlenden grünen Daumen, ist es ein Wunder, dass diese Pflanze so lange überlebt hat. Vom Garten-Blogger-Treffen habe ich ihn mitgebracht: den Blut-Sauerampfer.

Während die anderen Garten-Blogger wahrscheinlich im Kopf schon ihre Beete und Terrassen umgeplant haben (weil die ja wissen, welche Pflanze zu den anderen passen würden), habe ich mir mein Abschiedsgeschenk rein nach der Optik ausgesucht. Aber sagt doch mal selbst: diese Pflanze ist doch auch einfach hübsch, oder?

Foto: J. Prinz

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Sogar so hübsch, dass mich auf dem Rückweg jemand am Hamburger Hauptbahnhof darauf angesprochen hat. Doch wer hätte gedacht, dass die hübsche Pflanze auch innere Werte mitbringt?

Der Blut-Sauerampfer ist super. Seinen Namen hat er natürlich von den hinreißenden roten Blattadern. Und das Beste: man kann ihn essen! Wie “normaler” Sauerampfer auch, schmeckt er ein wenig säuerlich. Und er macht aus einem langweiligen Salat einen echten Hingucker. (Esst ihn aber nicht jeden Tag. Das Internet sagt, die Blätter enthalten Oxalsäure. Nicht schlimm, aber auch nix für große Salatmengen.)

Den Sturm hat der Sauerampfer gut überstanden. Ich bin mal gespannt, ob ich ihn bis ins nächste Jahr kriege. Hier ein paar Pflegetipps:

Keine pralle Sonne – 30 cm Abstand zur nächsten Pflanze – mäßig, aber regelmäßig gießen.

Eigentlich ganz einfach, oder?

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Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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Autor: Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

3 Kommentare

  1. Hallo Johanna!

    Schön, dass der Blutampfer dir so viel Freude bereitet. Er ist wirklich ein hübsches und sehr genügsames Pflänzchen. :-)
    Ich möchte ihn in meinem Balkongarten nicht missen!

    Kistengrüne Grüße
    Mel

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