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Natur und so

Brahma-Hühner: riesig – aber nett

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Foto: J. Prinz

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Als ich noch im Zoo gearbeitet habe, musste ich täglich am „Bauernhof“ vorbeilaufen. Neben Schafen und Schweinen gab es dort auch – was sonst? – Hühner. Und offenbar waren „normale“ Hühner nicht spektakulär genug für den Zoo-Bauernhof. Die Hühnerzüchter mögen mir verzeihen. Natürlich sind alle Hühner normal. Was ich sagen will ist: im Zoo gab es Hühner, die mich über das normale Maß hinaus beeindruckt haben. Die waren nämlich riesengroß. Riesengroß! Brahma-Hühner halt.

Brahma-Hühner sind super. Ihre Körpergröße stammt vermutlich daher, dass die Rasse für die Fleischlieferung gezüchtet wurde – nehme ich jetzt einfach mal an, denn im Vergleich zu ihrer enormen Größe legen Brahma-Hühner eher kleine Eier. Und auch nicht sehr viele.

Foto: J. Prinz

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Der Hahn der Gruppe reichte mir aufgerichtet etwa bis zum Knie, was allein schon mal für nervöses Herzklopfen sorgte. Was, wenn der mal sauer auf mich ist?

An den Füßen tragen die Brahmas eine skurrile Befiederung, die nach den Seiten hin absteht. Das sieht aus, als würden die Tiere auf Schneeschuhen laufen. jedenfalls hatte ich vor dem Brahma-Hahn ordentlich Respekt.

Dann lernte ich, dass er lammfromm und sogar ein bisschen doof war. Die schmerzhafte Begegnung mit den Affen aus dem Nachbargehege, bei der er ein paar Federn lassen musste, hat ihn jedenfalls nicht davon abgehalten, auch beim nächsten Mal wieder dicht am Zaun entlang zu spazieren. Ich glaube, der hatte einfach den Zusammenhang nicht kapiert.

Zu seinen Hennen war der Brahma-Hahn jedenfalls sehr nett. Zu mir übrigens auch.

Foto: J. Prinz

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Falls das hier ein Brahma-Huhn-Fachmensch liest: ist das so bei den Brahmas? Die schienen mir sehr umgänglich zu sein. Meine anfängliche Skepsis hatte ich jedenfalls schnell überwunden und anschließend mochte ich die „gefährlichen“ Hühner sehr.

Falls alle anderen LeserInnen mal ein Brahma-Huhn treffen, kann ich euch versichern: weglaufen ist unnötig. Die sind zwar riesig, aber freundlich. Und ganz bestimmt wollen die auch nur spielen.

 

 

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Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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Autor: Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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