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Der Frühling ist da: die Amseln rufen!

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Foto: pixabay.com

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Ha! Endlich weiß ich, wieso ich in letzter Zeit dauernd denke: „Oh, der Frühling ist da.“ Es sind die Amseln! Dass ich das nicht schon früher kapiert habe! Jedes Jahr im Frühjahr beginnen die Amselmännchen ein wahres Schreikonzert. Ist ja klar, die besetzen ihr Revier und tun dann überall kund: „Das hier ist meins! Haut ab!“ Das geht schon morgens vor dem ersten Tageslicht los und Karolin hat ja sogar schon mal aufgedröselt, wer wann singt. Jedenfalls weiß ich jetzt, wieso es mir in letzter Zeit so viel frühlingshafter vorkommt. Die Kulisse stimmt. Also erzählen wir euch heute mal was über die Amseln – damit der Frühling nicht gleich wieder abhaut.

 

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Falls ihr einen Garten (oder einen Schrebergarten) habt, in dem die Amseln den Frühling herbeisingen, fällt euch sicher auf, dass die sich nicht wahllos platzieren. Oh nein, so eine Amsel weiß ganz genau, wie sie sitzen muss, damit sie gehört wird: nämlich oben. „Amsel“ heißt dabei eigentlich „Amselmännchen“, denn sie sind es, die im Revier so viel Krach machen. Sie suchen sich zwei oder drei gute Stellen aus und kehren immer wieder dorthin zurück, um Artgenossen lautstark zu vertreiben. So eine Singwarte (Achtung Fremdwort!) ist häufig die Spitze eines Daches, ein hochgelegenes Balkongeländer oder ein Baum, von dem aus man alles überblicken kann. Und dann geht’s los.

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Und wofür das alles? Für die Weibchen natürlich. Oder fürs Nest. Auf jeden Fall für den eigenen Bruterfolg, der der stellt sicher, dass das Amselmännchen seine Gene weitergeben kann. Für Bruterfolg braucht es genug Nahrung, also ein eigenes Revier, in dem man der Einzige ist, der Würmer sammelt. Und dafür kann man schon mal ein bisschen singen. Denkt sich die Amsel wohl. Achtet mal drauf, wenn ihr sie hört: Amseln kennen verschiedene Strophen und variieren auch gerne mal ihren Gesang. Und wenn ihr dann nach all der Mühe, die die Amseln hatten, ein Amselnest findet: bestaunt die Eier! Denn die sind wirklich außergewöhnlich hübsch!

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Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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Autor: Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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