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Natur und so

Fünf „Fakten“ über Füchse

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Foto: pixabay.com

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Johanna sagt, ich soll mal was über Füchse schreiben. Zu diesem Tier hat sie auch gerade gearbeitet und weiß deshalb eine Menge über es. Mal sehen, ob ich ihr noch etwas Neues erzählen kann. Füchse sind sehr bekannte Tiere. Fast jeder hat schon mal einen Fuchs aus nächster Nähe gesehen. Auch wie Füchse so sind und wie sie sich verhalten, das weiß man doch, oder? Hier geht es heute um die eher unbekannten Fakten über ein Tier, das fast überall auf der Welt zuhause ist.

Ich habe meine ganz eigenen Erfahrungen mit Füchsen. Sie stammen noch aus der Zeit, als ich in Berlin gelebt habe. Mein Bahnhaus im Wald wurde nachts regelmäßig von einer Fähe, so nennt man die Füchsin, besucht, die ihre Jungen in meinem Garten herumtollen ließ. Die Kleinen übten Kämpfe, Mama-klettern und Sprünge.

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Fakt 1: Füchse springen richtig gut

Bei den Bundesjugendspielen von einem Fuchs geschlagen werden, ist rein theoretisch möglich, praktisch zum Glück nicht. Die Schlappe müsst man auch erst mal verkraften, dass der Fuchs beim Hochsprung die zwei Meter locker aus dem Stand schafft, während man selbst die Latte reißt. In der Weitsprunggrube habe ich es ebenfalls nie auf fünf Meter geschafft. Für den Fuchs ist diese Distanz kein Problem. (Und dass er gut schwimmen kann und superschnell rennen, sei hier nur noch am Rande und ganz kleinlaut erwähnt.)

Fakt 2: Füchse bellen nicht

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Naja, jedenfalls nicht so wie unsere Haus-, Hof- und Schoßhunde. Bei ihnen hört sich das eher an wie ein heiserer Ruf, ein Schrei oder ein merkwürdiger Husten. Nachts kann das Geräusch jedenfalls ganz schön unheimlich sein. „Meine“ Gartenfüchse konnten knurren, fiepen (also die Kleinen), winseln und keckernde Töne ausstoßen, die mich eher an einen Vogel denken ließen.

Fakt 3: Füchse leben lieber in der Stadt als auf dem Land

Glaubt man den Zahlen, leben heute mindestens zehnmal so viele Füchse in der Stadt wie auf dem Land. Kein Wunder, denn in den dicht besiedelten Gebieten finden sie alles, was sie zum Leben brauchen: Mülltonnen, die sich leicht öffnen lassen, „tierliebe“ Mitmenschen, die ihnen ungekochte Spaghetti vom Balkon werfen, gut gefüllte Näpfe mit Igel- und Katzenfutter und Gärten, in denen Obstbäume und Komposthaufen stehen. Was für ein Schlaraffenland! Es geht ihnen in der Stadt so gut, dass sie sich vom Einzelgänger zum Familientier entwickeln und in großen Gruppen leben. Ist ja schließlich genug für alle da.

Fakt 4: Füchse fressen keine Kaninchen

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Zumindest nicht, wenn sie mit ihnen im selben Bau hausen. Tatsächlich sind Füchse manchmal etwas faul und sie beziehen lieber einen vorhandenen Bau, als selbst einen anzulegen. Wenn dort schon eine Kaninchenfamilie wohnt, sollte man doch meinen, dass dem Fuchs das ein Fest ist. Doch weit gefehlt. Die Feinde schließen ein Friedensabkommen. Der Burgfriede erstreckt sich allerdings nur auf das Gebiet des Baus, außerhalb kennt der Fuchs keine Gnade und das Kaninchen muss sich mit Hakenschlagen retten.

Fakt 5: Füchse stehlen Schuhe

Es kommt tatsächlich häufig vor, dass ausgewachsene Füchse einzelne Schuhe, Handschuhe, Bälle und Buddelsachen vor ihren Bau schleppen. Vor allem im Frühjahr verschwinden in Gärten auf unerklärliche Weise liegengelassene Dinge. Ausgewachsene Füchse betrachten diese Gegenstände als willkommene Spielzeuge für die Welpen. Findet ihr also euren Schuh angekaut ein Stück entfernt im Wald oder Park wieder, ist der Fuchsbau sicher nicht weit.

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Karolin Küntzel

Jahrgang 1963, ist freiberufliche Autorin, Dozentin und Kommunikationstrainerin. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Weiterbildungsmanagement in Berlin und war lange Zeit in der freien Wirtschaft tätig. Seit 2006 ist sie selbstständig, unterrichtet und schreibt Sachbücher für Kinder und Erwachsene. Ihre Wissbegier hat sie quasi zum Beruf gemacht. Sie lebte mehrere Jahre alleine in einem Haus im Wald, mehrere Wochen mit einer kleinen Crew auf einem Schiff auf dem Atlantik und bezeichnet sich selbst als überzeugte Rausgängerin. Sie sieht gerne unter Steinen nach. Mehr Infos unter: www.karibuch.de

Autor: Karolin Küntzel

Jahrgang 1963, ist freiberufliche Autorin, Dozentin und Kommunikationstrainerin. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Weiterbildungsmanagement in Berlin und war lange Zeit in der freien Wirtschaft tätig. Seit 2006 ist sie selbstständig, unterrichtet und schreibt Sachbücher für Kinder und Erwachsene. Ihre Wissbegier hat sie quasi zum Beruf gemacht. Sie lebte mehrere Jahre alleine in einem Haus im Wald, mehrere Wochen mit einer kleinen Crew auf einem Schiff auf dem Atlantik und bezeichnet sich selbst als überzeugte Rausgängerin. Sie sieht gerne unter Steinen nach. Mehr Infos unter: www.karibuch.de

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