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Natur und so

Gartenfestival Schloss Schleißheim

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Foto: K. Küntzel

Foto: K. Küntzel

Wenn irgendwo eine Gartenmesse oder -ausstellung ist, möchte ich sie besuchen. Das klappt nicht immer, diesmal hat aber alles zeitlich und auch wettermäßig gepasst. Und so fuhr ich an einen wahrhaft königlichen Ort, der dem Gartenfestival einen wunderbaren Rahmen verlieh: Schloss Schleißheim im Norden von München.

Vom Herrenhaus zum Schloss

Herzog Wilhelm V. von Bayern (1548-1626) erwarb im Jahr 1597 das Gelände in Schleißheim und ließ dort ein Gutshaus sowie ein Herrenhaus errichten.

Foto: K. Küntzel

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Sein Sohn Maximilian I. ersetzte das Herrenhaus durch ein Schloss (das heutige Alte Schloss) und in den darauffolgenden Jahrhunderten kamen weitere Prachtbauten wie das Neue Schloss und das Schloss Lustheim hinzu. Die Gartenanlagen mit Fontänen, Wasserkaskaden und Kanälen, auf denen manchmal sogar Gondeln fahren, zählt zu den bedeutendsten barocken Gartenanlagen Europas. Soviel zum Ambiente, in dem sich das Gartenfestival präsentierte.

Fülle und Pracht

Bei Sonnenschein flanierte ich durch die Anlagen, fühlte mich erhaben und königlich und gab schließlich eine Menge Geld für Pflanzen, Knollen und Deko aus.

Foto: K. Küntzel

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Was kostet die Welt?, ist ein Gedanke, der sich in solcher Umgebung anscheinend eher anschleicht als in einer stickigen Messehalle. Und die Weitläufigkeit der Anlage tut ihr Übriges. Dieses könnte ich pflanzen, jenes auch noch und im Nu schleppte ich wie alle anderen Besucher Taschen voller Grün nach Hause. Dort kam mir mein Garten denn auch recht bescheiden vor. Als Entschuldigung für meinen Kaufrausch mag gelten, dass das Gartenfestival neben der prachtvollen Umgebung eine enorme Fülle an (seltenen) Pflanzen, Zubehör und Dekorationsstücken bot. Wie hätte ich mich da entscheiden sollen? Geht doch fast gar nicht. Hätte ich mehr Hände gehabt und einen größeren Garten wäre ich bestimmt vielen anderen Pflanzenraritäten und schönen Dingen auch noch erlegen.

Die Ausbeute

Foto: K. Küntzel

Foto: K. Küntzel

So blieb es bei einer seltenen Kartoffel (rosa Tannenzapfen), einer Hängeminze, einer Frucht-Minze, Lavendel (nicht selten aber betörend), verschiedenen Knollen Kalla, lila Allium und allerlei Deko wie Schwimmkugeln für den Teich, Schalen für Windlichter, alte Holzstempel und absolut leckerem Apfel-Essig und Apfel-Chips. Das nächste Jahr fahre ich bestimmt wieder hin und lasse mich berauschen. Und bestimmt besuche ich vorher die eine oder andere Gartenschau in einem der vielen anderen Schlösser, die es hier in der Gegend gibt. Falls euch nun auch die Gartenlust gepackt hat, findet ihr hier die anderen Termine für Gartenschauen: www.gartenlust.eu

Autorin: Karolin Küntzel

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