Hallimasch & Mollymauk

Natur und so

Johannisbeer-Tomaten aus der Blumenampel?

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Foto: pixabay.com

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Erinnert ihr euch noch an unseren Ausflug zum IVG Medientag Garten? Da hatte mir Mel von Kistengrün den Tipp mit den Wildtomaten gegeben. Für alle, die den Beitrag noch nicht gelesen haben… das war so: ich fiel aus allen Wolken, als ich zum ersten Mal davon hörte, dass Tomaten ein Dach brauchen. Ja, auch auf dem Balkon! Weil die so nässeempfindlich sind. Ich hatte ja meinen Tomaten-Traum schon fast begraben, da erzählte Mel mir von ihren Wildtomaten. Total robust, brauchen kein Dach und müssen nicht ausgegeizt werden. Ausge… was? Die Garten-Blogger mögen mir verzeihen.

 

Foto: pixabay.com

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Doch woher bekommt man eigentlich seine Tomaten? Normalerweise kann man sie ja ganz leicht selber ziehen. Allein hier im Blog gibt es massig Anleitungen… hust, von Karolin, hust… wie man Tomatensaat gewinnt und Pflanztöpfchen selber herstellt. Bei mir war das etwas schwieriger. In der Zeit,  in der andere Leute ihre Tomaten vorziehen, steckte ich mitten im Umzug. Was nun?

Die Rettung kam, wie so oft, über Freunde von Freunden. Ich will mal gar nicht erzählen, wie ich mit zwei liebevoll eingepackten Tomatenpflanzen auf eine sechstündige Zugfahrt ging. Die Leute am Hamburger Hauptbahnhof haben auch ein bisschen seltsam geguckt, als ich auf dem Bahnsteig Wasser in meinen Pappkarton goss.

Aber es hat sich gelohnt. Die Tomaten haben es unbeschadet nach Lübeck geschafft. Doch eine Information hat mich dann doch etwas irritiert: “Diese Tomate am besten in eine Blumenampel pflanzen!”

 

Foto: J. Prinz

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Moment… sind Blumenampeln nicht diese Dinger, die von der Decke hängen? In die man Blumen pflanzt, die ebenfalls hängen? Und sind nicht Tomaten eigentlich…? (Jahaa, liebe Garten-Blogger! Aber ich habe ja keine Ahnung!)

Jedenfalls musste ich mir erstmal anlesen, was ich da geschenkt bekommen hatte: sieh an, eine Johannisbeer-Tomate! Angeblich sehr genügsam, braucht diese Tomate nur wenig Erde, Wasser und Dünger. Also praktisch nichts. Und tatsächlich pflanzt man sie ganz gerne mal so, dass sie herunterhängen kann. Das liegt unter anderem daran, dass die Johannisbeer-Tomate total “unordentlich” wächst.

Foto: J. Prinz

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Selbst bei meinem kleine Pflänzchen sieht man schon, dass sie recht buschig aussieht. Kein Vergleich zur ordentlichen Zuchttomate, die außerdem noch in dem Karton war.

Die Tomaten auf meinem Balkon werden jetzt jedenfalls sehr unterschiedlich behandelt: die Johannisbeer-Tomate hängt aus ihrem Topf nach unten und wächst wild, wie sie will. Sie bekommt auch Regen und Wind ab und erhält auch sonst keinen besonderen Schutz. Die “andere” Tomate steht im Topf, hat ein Dach (!) und wächst an einem Holzstab nach oben.

Wenn man mal bedenkt, dass ich keine Ahnung habe, was ich hier tue, sehen beide Pflanzen noch ziemlich fit aus. Ich bin sehr gespannt, wie dieses Experiment ausgeht. Mit den Erdbeeren auf dem Balkon war das irgendwie einfacher. Schreibt mir doch mal in die Kommentare, wie ihr das so mit euren Tomaten handhabt. Das würde mich nämlich echt mal interessieren.

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Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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Autor: Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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