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Natur und so

Keas – superschlaue Papageien

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Foto: pixabay.com

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Was, wir haben hier im Blog noch nicht über den Kea berichtet? Wie kann das denn sein? Schließlich sind Keas so ungefähr die lustigsten Papageien überhaupt. Und auch die fiesesten irgendwie. In jedem Fall aber sind sie ziemlich schlau. Eine Kollegin, die in einem Zoo arbeitet, hat mir mal erzählt, dass sie bei den Keas mal einen Wasserschlauch angelassen hat. Und als sie aus der Mittagspause kam, hatten die Papageien den Abfluss verstopft und fuhren auf dem gestauten Wasser Bötchen mit irgendwelchen Gegenständen. Superschlau! Also los: heute geht es um den Kea.

Zunächst mal zum Verorten: Keas leben auf Neuseeland und dort auch in schroffen und steinigen Bergregionen.

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Auf den ersten Blick wirkt der Kea nicht besonders spektakulär. Vielleicht ist sein Schnabel etwas spitzer als der seiner Verwandten, aber sonst? Seine Federn sehen auch nicht so schrill aus wie die von anderen Papageien: Irgendwie grün-braun.

Doch lasst euch nicht täuschen: erstens wird der Vogel sofort bunter, sobald er die Flügel aufmacht (dann sieht man auch blau und orange) und zweitens liegt eine besondere Stärke des Keas nicht in seiner Optik. Keas sind erfinderisch. Das Beispiel mit dem Bötchen fahren zeigt es ja schon. Aber Keas sind auch total albern.

Es gibt Geschichten über Keas, die Wanderer mit kleinen Steinchen bewerfen, weil sie offenbar die Reaktionen so schön finden. Oder von Vögeln, die nachts vom vereisten Dach einer Berghütte schlittern, was so viel Krach macht, dass drinnen keiner schlafen kann. Bescheuert, oder?

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Einen Nachteil haben die Albernheit und die Neugier der Keas allerdings auch. Sie knabbern nämlich ganz gerne mal an Autos herum. Keas in einer Voliere durften das mal anschaulich demonstrieren. Die bekamen nämlich zur Beschäfigung ein Schrottauto hingestellt – und haben in kürzester Zeit alle Dichtungen und Kleinteile entfernt. Außerdem knabbern Keas ofenbar auch gerne mal an Schafen herum – deshalb sind sie auch die “fiesesten” Papageien. Solche Aktionen machen sie nicht überall beliebt. Trotzdem: der Kea bleibt unter den Papageien mein Favorit – einfach, weil er so albern ist.

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Autor: Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

2 Kommentare

  1. Liebe Johanna,
    Das ist ein wirklich toller und sehr unterhaltsamer Artikel über diesen unscheinbaren Gesellen!
    Und überhaupt, werde ich gerade ein richtiger Fan Eures tollen Blogs!
    Liebste Grüße aus Bielefeld von
    Claudia

    • Liebe Claudia,
      dankeschön! Und liebste Grüße zurück! Dank deines genialen Fotos von einem Geiztrieb, kann sogar ich erkennen, was man an der Tomate abmachen soll!
      Viele Grüße
      Johanna

      (Leute, die Verlinkung funktioniert gerade nicht so, wie ich will. Wer einen Geiztrieb sehen möchte, schaut im Blog “wirgartenkinder.de” nach dem Beitrag “Tomatenpflanzen hegen und pflegen”!)

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