Hallimasch & Mollymauk

Natur und so

Komische Blütenformen

| Keine Kommentare

Foto: pixabay.com

Foto: pixabay.com

Karolins Artikel über die supercoole Akelei hat mich daran erinnert, dass ich so ungewöhnliche Blütenformen schon vorher mal gesehen hatte. Bei der Ismene zum Beispiel, die ich auf einem Tisch im Restaurant fand. Oder beim Springkraut, von dem zuerst gar nicht klar war, was es überhaupt ist. Und jetzt die Akelei, die sogar ihren Namen “Narrenkappe”, der lustigen Blütenform verdankt. Heute zeige ich euch noch ein paar mehr Pflanzen, die ich total skurril finde, weil sie einfach die schönsten, komischen Blüten haben. So ein weißer Hibiskus ist da noch die schlichte Variante.

 

Foto: pixabay.com

Foto: pixabay.com

Die Drillingsblume oder Bourgainvillea zum Beispiel. Lasst euch von den schrillen Farben bloß nicht täuschen. Die eigentliche Blüte sitzt nämlich relativ unscheinbar in der Mitte von drei pink gefärbten Hochblättern.

Genau wie beim Weihnachtsstern sind auch bei der Drillingsblume einige Blätter auffällig gefärbt. Ihre Aufgabe ist es, Insekten in die Nähe der Blüten zu locken. Im Prinzip sind die Hochblätter also so etwas wie ein überdimensioniertes Werbeschild, das verspricht: “Hier gibt es was zu essen!”

 

Foto: pixabay.com

Foto: pixabay.com

Noch doller geht es bei den Grevilleen oder Silbereichen. Die findet ihr eher nicht im heimischen Garten, sondern eher in Richtung Australien oder Indonesien.

Von weitem betrachtet, sieht die Pflanze auch lange nicht so spektakuär aus, sondern eher wie ein Baum oder Strauch. Aber wenn man nah genug rangeht, wird aus dem immergrünen Gestrüpp plötzlich ein filigranes Pflänzchen. Und komischerweise ziehen die Grevilleen nicht nur Insekten an, sondern vor allem Vögel. Schon lustig, die Botanik.

 

Foto: pixabay.com

Foto: pixabay.com

Aber die Königin der komischen Blütenformen ist eindeutig die Strelitzie. Da ist auch sofort klar, warum sie auch Paradiesvogelblume genannt wird. Strelitzien begegnen euch vermutlich ab und zu im Blumenladen. Oder in Afrika, wo sie natürlich wachsen. Und hier ist noch die Partywissen-Info: Paradiesvogelblumen werden nicht von Schmetterlingen bestäubt, sondern von Nektarvögeln. Die versuchen auf der langen Spitze der Blume zu landen, um an den Nektar zu kommen. Dabei bekleckern sie sich mit Pollen, den sie dann zur nächsten Blüte mitnehmen. Supercool!

Das war für heute also mal ein Blogbeitrag, dessen einziger Inhalt ist: Blüten sind so schön! Aber das muss ja auch mal sein. Welche Blüten findet ihr denn prima?

 

Print Friendly

Autor: Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.