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Natur und so

Los, retten wir den Spix-Ara!

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Foto: pixabay.com

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In letzter Zeit stolpere ich immer öfter über ausgestorbene Tierarten. Möglicherweise habt ihr es an den Texten über den Riesenalk oder den Dodo gemerkt. Manchmal stolpere ich aber auch über Tierarten, die noch nicht ganz weg sind. Bei denen mit allen Mitteln gegen das Aussterben gekämpft wird. Habt ihr alle mal fünf Euro parat? Dann zeige ich euch jetzt, wie ihr einen der seltensten Papageien der Welt retten könnt.

Die Kollegen der Association for the Conservation of Threatend Parrots e.V. (ACTP) haben neulich so nett und hilfsbereit auf meine Anfrage zum Spix-Ara geantwortet, dass ich finde: die müssten viel bekannter sein!

Foto: J. Prinz

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Der Spix-Ara kommt in meinem Kindersachbuch über Papageien vor. Dort steht er unter der Überschrift „Der seltenste Papagei der Welt“.

Ursprünglich stammt der blaue Vogel aus einem winzigen Stückchen Regenwald in Südamerika. Lebensraumzerstörung und starke Bejagung, hätten fast dafür gesorgt, dass der Spix-Ara ausgestorben wäre. Es wollten so viele Menschen einen solchen Vogel zu Hause haben, dass er tatsächlich bis heute im Freiland ausgestorben ist.

Foto: J. Prinz

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Weltweit gibt es einige wenige Zuchtstationen, die die letzten Spix-Aras der Erde „miteinander kombinieren“. Wenn man bedenkt, dass es nur noch etwa 100 der Vögel gibt, könnte die Rettung noch ordentlich schief gehen.

Doch der Plan des ACTP e.V. und der brasilianischen Regierung sieht das nicht vor. Der Schlachtplan für die Rettung des Spix-Aras sieht so aus:

Foto: J. Prinz

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1. Aufzucht so vieler Vögel wie möglich – gerne genetisch möglichst verschieden, damit die Gruppe im Ganzen gesünder ist.

2. Aufbau eines geeigneten Lebensraums – auf eigenem, angekauften Land in Brasilien und zwar dort, wo der Spix-Ara ursprünglich lebte.

3. Ins-Boot-holen der einheimischen Bevölkerung in den neuen Lebensräumen – damit später niemand die frischgezüchteten Vögel vom Baum schießt.

Ich bin ziemlich begeistert, mit welchem Engagement die Kollegen aus der Nähe von Berlin für diesen kleinen Ara kämpfen. Erzählt das doch mal in eurem Bekanntenkreis rum! Wer mehr erfahren möchte, findet viele Informationen auf der Webseite der Association for the Conservation of Threatend Parrots e.V. (ACTP). Es gibt auch einen Spenden-Button, wo ihr eure fünf Euro loswerden könnt.

Ach ja, und das Buch gibt es hier:

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Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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Autor: Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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