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Natur und so

Pilze in der Blumenerde

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Foto: pixabay.com

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Momentan kontrolliere ich zweimal täglich die Pflanzen auf Schneckenbefall, damit ich von der Salatgurke, den Erdbeeren und den Kräutern jemals etwas ernten kann. Bei meinem morgendlichen Rundgang entdeckte ich dabei Pilze in verschiedenen Kübeln und Töpfen. Gestern waren die noch nicht da. Pilze? Hilfe, Pilze! Die haben da nichts zu suchen und sollen wieder verschwinden. Wollen die etwa wie die Schnecken meine Ernte ruinieren? Kommt nicht infrage!

Klein, dünn und wenig robust

Foto: K. Küntzel

Foto: K. Küntzel

Foto: K. Küntzel

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Die Pilze in meiner Blumenerde sind schlank und wachsen auf dünnen Stängelchen. Sie haben braune Kappen, die sich öffnen können, und fassen sich matschig an. Sie sind innerhalb kürzester Zeit erschienen und waren zwei Stunden nach meiner Entdeckung schon so schlapp und ließen den Hut hängen, dass die Fotos nicht mehr allzu viel hergeben. Außerdem hatten sie sich entfärbt und waren nun ganz hell statt schwarz-braun. Ob sie den Pflanzen schaden, weiß ich nicht. Ich werde sie trotzdem entfernen, auch wenn ich weiß, dass ich mit dem Herausziehen des Fruchtkörpers nur den oberirdischen Teil erwische und gegen das unterirdisch wachsende Myzel keine Chance habe. Zumindest nicht, ohne die gesamte Erde auszutauschen. Und das ist mir momentan doch zu viel Aufwand. Ich warte mal ab, was passiert. Tauchen die Pilze wieder auf, vermehren sie sich rasant oder bleibt es bei dem relativ geringen „Befall“? Ich werde das im Blick behalten. „Pilz, ich seh dich!“

Blumenerde mit Pilz

Foto: pixabay.com

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Klar ist, dass die Pilze schon in der Blumenerde gewesen sein müssen und sich nun aufgrund bester Bedingungen gezeigt haben. Es war die letzte Woche enorm feucht, hat sehr viel geregnet und die Erde in den meisten Töpfen war über Tage hinweg sehr nass. Dann wurde es plötzlich sehr warm und wir hatten Temperaturen über 25 Grad. „Wundervoll“, wird sich der Pilz gedacht haben, „da strecke ich doch mal meinen Hut aus der Erde“. Dass er sich dann schnell wieder zurückgezogen hat, liegt wahrscheinlich an der Sonne, die vormittags die Blumentöpfe erreicht und die Fruchtkörper austrocknet.

Foto: pixabay.com

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Muss man Pilze in der Blumenerde eigentlich hinnehmen oder kann man die Erde umtauschen? Nö, kann man nicht, denn Pilzsporen sind weit verbreitet und können sich bei guten Bedingungen eben auch in der Blumenerde ausbreiten. Wer keine mit Fungiziden behandelte Erde verwenden möchte, muss deshalb mit dem Risiko leben, dass sich auch mal ein Hütchen zeigt. Es soll ja auch schon Menschen gegeben haben, bei denen dann leckere Wiesenchampignons sprießten. Man kann also auch Glück haben. Für alle anderen gilt: Erde abtrocknen lassen, hellen Standort wählen und ab und zu die Erde auflockern.

Autorin: Karolin Küntzel

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