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Rezepte mit Löwenzahn

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Foto: pixabay.com

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Bei uns auf dem Rasen, der immer mehr einer Wiese gleicht, wächst er schon: Löwenzahn. Tagsüber leuchten seine gelben Köpfe und sie werden jeden Tag immer mehr. Darüber könnte ich mich ärgern wie die Jahre zuvor. Mach ich aber nicht, denn dieses Jahr koche ich ihn ein.

Woanders schön

Foto: pixabay.com

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Bisher habe ich über jede sattgelbe Löwenzahn-Blüte im Garten gestöhnt. Nur wenn sie woanders wuchsen, fand ich sie schön. Vermutlich gibt es kaum einen Gärtner, der nicht mit Argwohn betrachtet, wie hartnäckig sich die Rosetten im Rasen festklammern und mit welchem Tempo die Pflanze mit dem gefährlichen Namen neue Gebiete erobert. Was kann man tun? Ich habe es mit Ausstechen versucht. Als langfristiges Ergebnis dieser Bemühungen kann ich höchstens meine Rückenschmerzen verbuchen. Dieses Jahr dürfen sich nun auch die Meerschweinchen des Kindes an ihnen versuchen und ich wünsche vorab schon mal: „Guten Hunger!“

Löwenzahn? Wie herrlich!

Meine persönliche Offenbarung sind nun ein paar Rezepte, für die viele von den sattfarbenen Blüten notwendig sind. Hurra! Plötzlich hat der Gedanke an den Löwenzahn-Garaus einen Sinn. Das Rupfen und Murksen der Pflanzen dient ab sofort höheren Zwecken. Heilsamen, freundlichen und gesunden Zwecken um genau zu sein. Das „Unkraut“ wird zur wertvollen Ressource und jede Blüte ab sofort freudig begrüßt.

Löwenzahn-Hustensaft

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  • 65 Löwenzahnblüten
  • 625 ml Wasser
  • 1 Bio-Zitrone
  • 500 g Zucker

Die Zitrone in dünne Scheiben schneiden. Zusammen mit den Blüten und dem Wasser 30 Minuten aufkochen. Den Sud einen Tag stehenlassen. Am nächsten Tag zusammen mit dem Zucker eine Stunde lang kochen und in kleine Gläser abfüllen. Der Hustensaft hält sich gut im Kühlschrank. Bei Husten 3 bis 4 Esslöffel pro Tag einnehmen.

Löwenzahn-Gelee

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  • 100 Löwenzahnblüten
  • 500 ml Wasser
  • Gelierzucker
  • Zitronensaft

Von den Blüten die grünen, äußeren Blätter entfernen. In das kochende Wasser geben und 6 Minuten köcheln lassen. Die Blüten abseihen und ausdrücken. Die aufgefangene Blütenflüssigkeit abkühlen lassen. Abwiegen und mit der erforderlichen Menge Gelierzucker und ein wenig Zitronensaft aufkochen. Heiß in Gläser füllen und erkalten lassen. Hübsch verziert sind die Gläser mit dem Gelee ein nettes Mitbringsel.

Morgen gehe ich pflücken. Und falls ihr weitere Rezepte habt, lasst es mich wissen. Ich werde alle davon ausprobieren.

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Karolin Küntzel

Jahrgang 1963, ist freiberufliche Autorin, Dozentin und Kommunikationstrainerin. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Weiterbildungsmanagement in Berlin und war lange Zeit in der freien Wirtschaft tätig. Seit 2006 ist sie selbstständig, unterrichtet und schreibt Sachbücher für Kinder und Erwachsene. Ihre Wissbegier hat sie quasi zum Beruf gemacht. Sie lebte mehrere Jahre alleine in einem Haus im Wald, mehrere Wochen mit einer kleinen Crew auf einem Schiff auf dem Atlantik und bezeichnet sich selbst als überzeugte Rausgängerin. Sie sieht gerne unter Steinen nach. Mehr Infos unter: www.karibuch.de

Autor: Karolin Küntzel

Jahrgang 1963, ist freiberufliche Autorin, Dozentin und Kommunikationstrainerin. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Weiterbildungsmanagement in Berlin und war lange Zeit in der freien Wirtschaft tätig. Seit 2006 ist sie selbstständig, unterrichtet und schreibt Sachbücher für Kinder und Erwachsene. Ihre Wissbegier hat sie quasi zum Beruf gemacht. Sie lebte mehrere Jahre alleine in einem Haus im Wald, mehrere Wochen mit einer kleinen Crew auf einem Schiff auf dem Atlantik und bezeichnet sich selbst als überzeugte Rausgängerin. Sie sieht gerne unter Steinen nach. Mehr Infos unter: www.karibuch.de

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