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Natur und so

So stellt man unsichtbare Tinte her

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Foto: K. Küntzel

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Hilfe, Ferien! Inzwischen haben alle Bundesländer Ferien und in den Urlaubsregionen ist entsprechend viel Trubel. Wenn das Wetter schön ist, kann man mit den Kindern baden, Gipfel erklimmen, Wälder durchforsten und Bäche durchwaten. Wenn es regnet, kann man das auch, allerdings oft nur, wenn man viel Überzeugungskraft und wasserfeste Kinder besitzt. Was also tun, wenn alle Museen besucht sind, das Kind Sehnsucht nach den Freunden zu Hause hat und die Langeweile Einzug hält? Zum Beispiel Geheimbotschaften mit unsichtbarer Tinte verfassen. So geht es:

Wenig geheimnisvolle Zutaten

Foto: pixabay.com

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Zaubertinte könnt ihr aus verschiedenen Zutaten herstellen. Geeignet sind Zwiebel- und Zitronensaft, Essig und Milch. Zwiebelsaft stellt dabei die größte Herausforderung dar, denn die Zwiebel muss geschält und anschließend entsaftet werden. Ein sehr tränenreiches Unterfangen. Die Zitrone macht es euch schon leichter. Einfach halbieren und auspressen, schon erhaltet ihr genug Saft für einen geheimen Brief. Wenn euch auch das zuviel Arbeit ist, nehmt ihr Milch oder Essig direkt aus der Flasche. Jetzt noch das Gerät zum Schreiben.

Foto: pixabay.com

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Ihr könnt einen gut ausgewaschenen Füller mit leerer, sauberer Tintenpatrone benutzen, einen Pinsel, ein Wattestäbchen, einen Zahnstocher aber auch eine Feder. Etwas davon und ein Stück Papier finden sich in jedem Haushalt oder jedem Feriendomizil. Verfasst eure geheime Botschaft. Spätestens, wenn die Buchstaben trocken sind, ist auf dem Papier kein Text mehr zu erkennen.

Super!

Das Geheimnis lüften

Foto: K. Küntzel

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Was wohl die Freundin oder der Freund sagen, wenn sie Post bekommen und nur ein leeres Blatt Papier im Umschlag vorfinden? Haha, das ist ja wohl ein schlechter Scherz! Den Empfänger eurer Nachricht müsst ihr natürlich in das Geheimnis der Zaubertinte einweihen. Zu lesen sind die Botschaften nämlich nur, wenn der Brief vorsichtig erhitzt wird. Haltet ihn über einen angeschalteten Toaster, legt ihn kurz in den Backofen (nur unter Aufsicht!) oder bügelt den Brief. Ist das Papier ausreichend warm, erscheint der Text darauf wie von Geisterhand in bräunlicher Farbe. Jetzt lässt sich die Nachricht lesen oder das Bild betrachten. Wie wäre es mit einer Antwort?

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Karolin Küntzel

Jahrgang 1963, ist freiberufliche Autorin, Dozentin und Kommunikationstrainerin. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Weiterbildungsmanagement in Berlin und war lange Zeit in der freien Wirtschaft tätig. Seit 2006 ist sie selbstständig, unterrichtet und schreibt Sachbücher für Kinder und Erwachsene. Ihre Wissbegier hat sie quasi zum Beruf gemacht. Sie lebte mehrere Jahre alleine in einem Haus im Wald, mehrere Wochen mit einer kleinen Crew auf einem Schiff auf dem Atlantik und bezeichnet sich selbst als überzeugte Rausgängerin. Sie sieht gerne unter Steinen nach. Mehr Infos unter: www.karibuch.de

Autor: Karolin Küntzel

Jahrgang 1963, ist freiberufliche Autorin, Dozentin und Kommunikationstrainerin. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Weiterbildungsmanagement in Berlin und war lange Zeit in der freien Wirtschaft tätig. Seit 2006 ist sie selbstständig, unterrichtet und schreibt Sachbücher für Kinder und Erwachsene. Ihre Wissbegier hat sie quasi zum Beruf gemacht. Sie lebte mehrere Jahre alleine in einem Haus im Wald, mehrere Wochen mit einer kleinen Crew auf einem Schiff auf dem Atlantik und bezeichnet sich selbst als überzeugte Rausgängerin. Sie sieht gerne unter Steinen nach. Mehr Infos unter: www.karibuch.de

2 Kommentare

  1. „Geheimnis um ein verborgenes Zimmer“ – seit der Lektüre meines Lieblingsbuchs aus Kindertagen weiß ich das. Schön, dass ihr die Kinder von heute animiert, an dieser spannenden Tradition festzuhalten. Euren Blog lese ich übrigens immer sehr gerne. Danke für eure stets tollen, informativen Beiträge.

    Viele Grüße

    Sandra (die leider viel zu selten selbst bloggt)

    • Das Buch kenne ich nicht, werde es aber auf meine Leseliste setzen. Ja, ich hoffe, dass Kinder sich noch mit so einfachen Dingen wie unsichtbarer Tinte beschäftigen. Unsichtbare SMS wäre wahrscheinlich noch cooler.

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