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Natur und so

Warum leben nicht alle Fische im Schwarm?

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Karolins Goldfische tun es. Heringe auch und der heimische Flussbarsch ebenso: leben im Schwarm. Zu vielen hundert drängen sich Fische manchmal zusammen (also… nicht in Karolins Teich hoffentlich), ändern gemeinsam die Richtung und suchen zusammen nach Nahrung. Irgendwas muss ja dran sein, am gemeinsamen Leben, sonst würden Fische das ja nicht machen. Doch Moment: es leben ja nicht alle Fische im Schwarm. Manche bevorzugen das Einsiedler-Dasein. Warum ist das so? Hatten wir nicht mal gelernt, das Leben im Schwarm sei sicherer und überhaupt viel besser? Warum leben dann manche Fische allein?

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Leben im Schwarm: mehr Sicherheit

Tatsächlich bedeutet ein Leben im Schwarm mehr Sicherheit für den einzelnen Fisch. Wenn der hungrige Hai ankommt und Ausschau nach der nächsten Mahlzeit hält, ist es gar nicht so einfach, zu entscheiden, welchen der vielen Fische er packen soll. Vor dem Hintergrund der zappelnden Artgenossen „verschwimmt“ so ein Hering dann nämlich schon mal. Buckelwale umgehen das Problem, indem sie auf der Jagd keine Einzelfische jagen (das würde ja auch ewig dauern), sondern einfach einen Riesenhaps aus dem ganzen Schwarm nehmen. Und übrigens: Buckelwale sind keine Fische.

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Leben allein: mehr Platz und Nahrung

Doch auch ein Leben allein hat Vorteile und das ist natürlich auch der Grund, warum einige Fische es lieber einsam mögen. Wer als Fisch Wert auf ein eigenes Revier legt, weil dann zum Beispiel kein anderer die Ressourcen der Umgebung (also… Weibchen und so) nutzen kann, der lebt allein. Und manchmal ist es günstiger, alleine zu jagen, weil man nur dann genug zu Fressen abbekommt. Barrakudas (erstes Foto!) machen beides: als Jungfische leben sie im Schwarm, weil das sicherer ist. Doch sind sie erst zu einem stattlichen Raubfisch herangewachsen, ziehen sie alleine los. Ganz schön schlau, was?

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Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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Autor: Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

Ein Kommentar

  1. Vielleicht gibt es auch Fische, die einfach nur ihre Ruhe haben wollen …
    Könnte ich gut verstehen 😉

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