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Warum stranden Wale?

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Foto: pixabay.com

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Vor wenigen Tagen strandeten an der Küste von Neuseeland rund 200 Grindwale. Seitdem versuchen Hunderte Helfer, die Tiere am Leben zu halten und zurück in tiefes Wasser zu geleiten. Vermutlich vergeblich. Wie kommt es zu solchen Massenstrandungen?

Gefährliche Gesellschaft

Nicht alle Walarten sind gleichermaßen von Lebendstrandungen betroffen. Von rund 80 Arten sind es in der Regel immer dieselben zehn, die auf Grund laufen. Grindwale zählen ebenso dazu wie Pottwale und Delfine. Sie alle gehören zur Gruppe der Zahnwale und leben in Familien und Schulen zusammen. Schwimmt das Leittier in flache Gewässer, folgen die anderen Mitglieder der Gruppe und schwimmen damit ebenfalls ins Verderben.

Ohne Ortung

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Zahnwale orientieren sich über Echoortung. Sie produzieren Töne bzw. Klicklaute und erkennen anhand des Echos, wo sich ihre Beute oder ein anderes Objekt befindet. Bestimmte Küstenlinien und Strände werfen jedoch kein Echo zurück, an dem sich der Wal orientieren könnte und auch im flachen Wasser versagt dieses Navigationssystem. Forscher fanden heraus, dass besonders sichel-, und halbkreisförmige Buchten sowie flach zulaufende Strände für die Tiere schwer zu erkennen sind. So ist zu erklären, dass es Gebiete gibt, in denen Massenstrandungen häufiger zu beobachten sind als in anderen.

GPS im Kopf

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Wissenschaftler haben auch beobachtet, dass es zu Strandungen kommt, wenn auf der Sonne erhöhte Aktivitäten stattfinden. Sie beeinflussen das Magnetfeld der Erde und damit auch die Orientierung der Zahnwale. In ihrem Schädel, in der sogenannten Melone, befinden sich Magnetitkristalle, von denen Forscher vermuten, dass sie den Tieren wie eine Art eingebautes GPS den Weg weisen.

Was für ein Krach!

Der Lärm in den Meeren nimmt zu. Sprengungen für Bohrinseln, militärische Übungen, seismische Untersuchungen und Schiffsmotoren erzeugen einen Schall- und Geräuschteppich, der die empfindlichen Sinne der Wale stören und sogar zu ihrem Tod kann. Strandungen treten ebenfalls in Verbindung mit Unterwasserlärm auf.

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Karolin Küntzel

Jahrgang 1963, ist freiberufliche Autorin, Dozentin und Kommunikationstrainerin. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Weiterbildungsmanagement in Berlin und war lange Zeit in der freien Wirtschaft tätig. Seit 2006 ist sie selbstständig, unterrichtet und schreibt Sachbücher für Kinder und Erwachsene. Ihre Wissbegier hat sie quasi zum Beruf gemacht. Sie lebte mehrere Jahre alleine in einem Haus im Wald, mehrere Wochen mit einer kleinen Crew auf einem Schiff auf dem Atlantik und bezeichnet sich selbst als überzeugte Rausgängerin. Sie sieht gerne unter Steinen nach. Mehr Infos unter: www.karibuch.de

Autor: Karolin Küntzel

Jahrgang 1963, ist freiberufliche Autorin, Dozentin und Kommunikationstrainerin. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Weiterbildungsmanagement in Berlin und war lange Zeit in der freien Wirtschaft tätig. Seit 2006 ist sie selbstständig, unterrichtet und schreibt Sachbücher für Kinder und Erwachsene. Ihre Wissbegier hat sie quasi zum Beruf gemacht. Sie lebte mehrere Jahre alleine in einem Haus im Wald, mehrere Wochen mit einer kleinen Crew auf einem Schiff auf dem Atlantik und bezeichnet sich selbst als überzeugte Rausgängerin. Sie sieht gerne unter Steinen nach. Mehr Infos unter: www.karibuch.de

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