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Natur und so

Wie viele Formen hat eine Schneeflocke?

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Foto: pixabay.com

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Seit Anfang des Jahres hat es bei uns immer wieder mal geschneit. Große Flocken, kleine Flocken, bauschige und federleichte oder dicke, schwere. Bei jedem Schneefall sehen sie anders aus. Heißt das, dass es unendlich viele Formen gibt, oder gibt es eine Grundform, die sich abwandelt? Die Schneekristallforscher haben darauf eine Antwort.

Die Geburt einer Flocke

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Fällt die Temperatur in einer Wolke weit unter null Grad Celsius, bilden sich an kleinen Staub- oder Rußteilchen winzige Eiskristalle. Sie fallen zu Boden und nehmen auf ihrem Weg weiteren Wasserdampf auf. Aus dem winzigen Kristall wird eine Flocke. Wie groß sie wird, hängt von der Luftfeuchtigkeit, der Temperatur und der Thermik, dem Wind, ab. Ist es sehr kalt, bleibt die Flocke klein. Liegt die Temperatur bei ungefähr null Grad Celsius, wird sie größer. Das gilt auch, wenn sie auf dem Weg nach unten durch Aufwinde immer wieder in höhere Luftschichten gewirbelt wird und sich mehr Kristalle anheften können.

Flocken-Formen

Foto; pixabay.com

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Da die Flocken, die zu Boden sinken, unterschiedlich groß sind, sehen sie auch unterschiedlich aus. Aber sind sie das wirklich? Schneeflockenforscher antworten darauf: Nein, nicht ganz!

Grundsätzlich gilt, dass Schneekristalle eine sechseckige Form haben. Immer! Das hat Johannes Kepler schon im 17. Jahrhundert herausgefunden und 1611 eine Abhandlung mit dem Titel „De nive sexangula“ (Über die sechseckige Schneeflocke) veröffentlicht. Aus dieser Grundform entstehen je nach Temperatur Plättchen und Prismen, Säulen und Nadeln oder Kombinationen aus beiden. So kommt es zu dem unterschiedlichen Aussehen. Und wie viele Formen sind es jetzt tatsächlich?

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Forscher des Kitami Institute of Technology in Hokkaido (Japan) unterteilten die Kristalle in acht Kategorien mit insgesamt 35 verschiedenen Typen. Zu ihnen gibt es 121 Untertypen. Bei dieser Zahl wird es sicherlich nicht bleiben, solange sich Forscher mit den Kristallen beschäftigen.

Einer von ihnen ist der Physikprofessor Kenneth G. Libbrecht, der am California Institute of Technology lehrt. Er betreibt eine Webseite (www.snowcrystals.com), die sich ausschließlich mit Schneekristallen, ihrer Entstehung und Form, beschäftigt. Wenn ihr also mehr über das Thema lesen oder tolle Fotos der Kristalle sehen möchtet, findet ihr dort umfassende Informationen.

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Karolin Küntzel

Jahrgang 1963, ist freiberufliche Autorin, Dozentin und Kommunikationstrainerin. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Weiterbildungsmanagement in Berlin und war lange Zeit in der freien Wirtschaft tätig. Seit 2006 ist sie selbstständig, unterrichtet und schreibt Sachbücher für Kinder und Erwachsene. Ihre Wissbegier hat sie quasi zum Beruf gemacht. Sie lebte mehrere Jahre alleine in einem Haus im Wald, mehrere Wochen mit einer kleinen Crew auf einem Schiff auf dem Atlantik und bezeichnet sich selbst als überzeugte Rausgängerin. Sie sieht gerne unter Steinen nach. Mehr Infos unter: www.karibuch.de

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Autor: Karolin Küntzel

Jahrgang 1963, ist freiberufliche Autorin, Dozentin und Kommunikationstrainerin. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Weiterbildungsmanagement in Berlin und war lange Zeit in der freien Wirtschaft tätig. Seit 2006 ist sie selbstständig, unterrichtet und schreibt Sachbücher für Kinder und Erwachsene. Ihre Wissbegier hat sie quasi zum Beruf gemacht. Sie lebte mehrere Jahre alleine in einem Haus im Wald, mehrere Wochen mit einer kleinen Crew auf einem Schiff auf dem Atlantik und bezeichnet sich selbst als überzeugte Rausgängerin. Sie sieht gerne unter Steinen nach. Mehr Infos unter: www.karibuch.de

2 Kommentare

  1. Danke für den schönen Beitrag.
    Jeder, der sich wie ich für Kälte und Schnee interessiert – und damit auch für Schneeflocken – dem empfehle ich das wunderbare Büchlein von Titus Müller: “Der Schneekristallforscher”.

    LG
    Elli

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