Hallimasch & Mollymauk

Natur und so

Winterschutz mit Folie, Jute, Vlies und Zelt

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Foto: K. Küntzel

Foto: K. Küntzel

Dieses Jahr haben wir viel mehr Pflanzen als im letzten Jahr. Das liegt zum einen am neuen Garten, aber auch an meinen Balkonpflanzen und Kräutertöpfen, die immer mehr werden. Sie alle wollen gut behütet oder beheizt dem Winter trotzen. Leider haben wir keinen kühlen, hellen Keller, in dem wir die Pflanzen überwintern können, dafür haben wir ein Zelt und massenhaft Vlies, Folie, Jute und sogar ein Schaffell. Purer Luxus! Wer bekam was?

Das Angebot von Überwinterungs-Produkten für Pflanzen ist groß. Ich hatte mich bisher immer gefragt, wer das alles kauft. Der Mann! Und ich! Vom einfachen Vlies bis zum beheizbaren Zelt reicht unsere Ausstattung inzwischen und manche Produkte finde ich richtig super. So haben wir unsere Pflanzen verpackt:

Vlies

Foto: K. Küntzel

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Das Material ist recht dünn und wird als Schlauch oder als Plane angeboten. Dieses Jahr haben wir das erste Mal den Schlauch ausprobiert und für die kleinen Rosen, die nicht allzu sehr in die Breite gehen, ging das wunderbar. Einfach ein großzügig bemessenes Stück vom Schlauch abschneiden, über die Pflanze stülpen und oben zubinden. Um die großen Rosen haben wir Bahnen gewickelt und sie dann ebenfalls zugebunden oder mit Wäscheklammern gesichert. Für große Kübel gibt es auch Hauben aus Vlies. Das ist viel praktischer, als mit den langen Bahnen zu kämpfen. Einfach überstülpen, zuziehen, fertig! Unser Garten sieht jetzt ein bisschen so aus, als hätte Christo vorbei geschaut.

Jute

Foto: K. Küntzel

Foto: K. Küntzel

Habt ihr schon mal versucht, einen groben Sack über etwas Dorniges zu stülpen? Das geht gar nicht! Ich habe es dann auch gelassen und die Säcke als Umhüllung für Töpfe benutzt. Nur sehr stabile, aufrechte und kaum verzweigte Pflanzen freunden sich mit dem Sack an.

Folie

Sie ist gut geeignet, um frostempfindliche Töpfe zu schützen. Pflanzen würde ich nicht darin einpacken, denn ich befürchte, dass sich viel Schwitzwasser darunter bildet und dann ist der Schimmel auch nicht mehr weit. Für einen unserer großen Kübel haben wir dieses Jahr einen Thermo-Topfschutz gekauft. Das ist eine Art Manschette mit Luftpolsterfolie im Inneren. Topf rein, Reißverschluss zu. So schnell ging das Verpacken des Schneeballs noch nie. Mal sehen, wie er sich den Winter über macht.

Pflanzenzelt

Foto: K. Küntzel

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Ich liebe es! Wir haben es jetzt das dritte oder vierte Jahr und es ist super. Alle Pflanzen, die im Haus keinen Platz finden und denen es dort ohnehin zu warm wäre, ziehen in das Zelt. Dort stehen sie auf Styropor, und wenn es draußen lausig kalt ist, schaltet sich die Heizung an. Erfrieren können sie also nicht. Wir kontrollieren lediglich, ob die Pflanzen Wasser brauchen und lüften, wenn die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist. Dieses Jahr teilen sich Geranien, Feige, Olive, Erdbeeren, Lavendel, verschiedene Minzen und zahlreiche Kräuter den Platz. Nächstes Jahr kaufen wir ein zweites Zelt oder gleich eine Orangerie.

PS: Das Schaffell kam gar nicht zum Einsatz. Das hat uns das Kind abgeschnackt – für die Meerschweinchen!

Autorin: Karolin Küntzel

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Karolin Küntzel

Jahrgang 1963, ist freiberufliche Autorin, Dozentin und Kommunikationstrainerin. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Weiterbildungsmanagement in Berlin und war lange Zeit in der freien Wirtschaft tätig. Seit 2006 ist sie selbstständig, unterrichtet und schreibt Sachbücher für Kinder und Erwachsene. Ihre Wissbegier hat sie quasi zum Beruf gemacht. Sie lebte mehrere Jahre alleine in einem Haus im Wald, mehrere Wochen mit einer kleinen Crew auf einem Schiff auf dem Atlantik und bezeichnet sich selbst als überzeugte Rausgängerin. Sie sieht gerne unter Steinen nach. Mehr Infos unter: www.karibuch.de

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Jahrgang 1963, ist freiberufliche Autorin, Dozentin und Kommunikationstrainerin. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Weiterbildungsmanagement in Berlin und war lange Zeit in der freien Wirtschaft tätig. Seit 2006 ist sie selbstständig, unterrichtet und schreibt Sachbücher für Kinder und Erwachsene. Ihre Wissbegier hat sie quasi zum Beruf gemacht. Sie lebte mehrere Jahre alleine in einem Haus im Wald, mehrere Wochen mit einer kleinen Crew auf einem Schiff auf dem Atlantik und bezeichnet sich selbst als überzeugte Rausgängerin. Sie sieht gerne unter Steinen nach. Mehr Infos unter: www.karibuch.de

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