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Natur und so

Wir testen ein Igelhaus – Teil 3

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Foto: G.H. Wisotzki

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Willkommen zu unserem dritten und letzten Beitrag zum Igelhaus der Firma Neudorff. Nicht mehr nur mit Graustufen-Nacht-Bildern wie Teil 2 unseres Tests, aber auch nicht mehr ganz so optimistisch wie Teil 1. Unser Testigel ist leider nicht eingezogen, in unser Testhaus. Heute überlegen wir mal, wieso das so ist, ja? Zunächst mal ist ja völlig klar, dass der Igel beleidigt war, dass wir ihm ein fertiges Haus gekauft haben – wo wir ihm ja auch eines hätten selber bauen können. Doch es gibt noch ein paar Dinge, die wir beim nächsten Mal vielleicht anders machen würden.

Foto: pixabay.com

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Früher raus, das Haus!

Wir waren ein bisschen spät dran mit unserem Igelhaus. Aufgebaut und rausgestellt haben wir es erst Mitte/Ende Oktober. Unser Testigel war aber auch im Sommer schon fleißig im Garten unterwegs. Es hätte also nicht geschadet, das Igelhaus schon im Sommer einfach mal hinzustellen. Zum Gewöhnen sozusagen. Zumindest hätte das unserem Igel die Gelegenheit gegeben, nochmal ausführlich die Quartiere zu vergleichen. Aber unser Testigel hat sich das Haus ja durchaus von innen und außen genau angeguckt! Und trotzdem hatte er wohl was Besseres gefunden.

Foto: pixabay.com

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Bessere Füllung: Blätter oder so!

Wir wussten, dass wir dem  Igel, das Igelhaus irgendwie schmackhaft machen mussten. Zuerst signalisierten wir: “Keine Gefahr”, indem wir ein bisschen Katzenfutter drinließen. Aber langfristig sollte ja das Igelhaus überzeugen und nicht das Futter. Also haben wir Heu reingelegt. Das brandneue Igelhaus, gepaart mit gut gemeintem “Wiesenblüten-Heu” aus dem Zooladen, rochen aber vielleicht nicht … abgestanden genug. Beim nächsten Mal sollten wir also das Haus früher rausstellen und es a) mal richtig vollregnen lassen und b) trockene Blätter reintun. Dann hätte das Ganze einen “natürlicheren” Geruch.

Foto: pixabay.com

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Ein wilderer Garten?

Offenbar fand unser Testigel das Igelhaus zwar spannend, aber nicht als Winterunterschlupf geeignet. Zumindest hatte er sich dafür was anderes ausgesucht. Könnte es an der Platzierung liegen? In Brittas und Hennigs Garten stand unser Igelhaus zwar am Rand, aber vielleicht war es dem Igel dort einfach noch zu “belebt”. Dank Nachtsichtkamera wissen wir ja jetzt, was da nachts alles los ist – und Menschen gehen da ja auch noch manchmal vorbei! Vielleicht können wir unser Igelhaus im nächsten Jahr in einem wilderen (verwilderten?) Garten unterbringen und es dort unter einen riesigen Reisighaufen stopfen. Kann sein, dass es dem Igel hier einfach zu ordentlich war.

Wer weiß, vielleicht kann ich unsere Testgärtner ja auch überreden, mal ein Jahr lang nichts im Garten zu machen. Und wenn man sich dann im nächsten Jahr durch hüfthohes Gras zum Hauseingang kämpfen muss, wiederholen wir den Test. Das Neudorff-Igelhaus sieht jedenfalls so stabil aus, dass es sicher noch ein paar Jahre lang hält. Der nächste Winter kann also kommen!

*Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung der Firma Neudorff*

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Autor: Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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