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Wo sind eigentlich die Bienen im Winter?

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Ist euch im Moment auch so kalt? Der Winter will irgendwie noch nicht locker lassen. Habt ihr euch mal gefragt, was eigentlich die Bienen im Winter machen? Wo sind die alle? Sterben die? Oder halten Bienen etwa Winterschlaf?

Die gute Nachricht: Die Bienen leben noch. Sie sitzen in ihrem Bienenstock und kuscheln. Nur zum Rausgehen ist es ihnen zu kalt. Und was sollten sie draußen auch machen? Da wachsen ja gerade sowieso keine Blumen. Wenn es also kalt wird, bleiben die Bienen drinnen. Sie rücken in ihrem Stock zusammen und bilden die so genannte „Wintertraube“. Die Königin darf in der Mitte sitzen, wo es am wärmsten ist.

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Wie wird es warm im Bienenstock?

Die Bienen am Rand der Traube sorgen dafür, dass die Temperatur im Bienenstock nicht unter 25°C sinkt. Mit Muskelzittern erzeugen sie genug Wärme für den ganzen Stock. Damit es nicht ungerecht wird, werden die Heizbienen nach einer Weile abgelöst und dürfen nach innen rücken. Dann übernehmen andere Bienen das Aufwärmen. Da sie draußen keine Nahrung sammeln können, ernähren sich die Bienen von ihren eingelagerten Vorräten.

Was essen Bienen im Winter?

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Sie fressen Honig, der in Futterwaben verwahrt wird. Damit kommen sie gut über den Winter, bis im Frühjahr Nachschub herangeschafft werden kann. Doch irgendwann müssen die Biene doch mal raus. Sobald die Temperaturen es zulassen, verlassen sie den Stock, um…äh…ihr Geschäft zu verrichten. Irgendwo muss der Rest des verdauten Honigs ja schließlich hin. Und da die Bienen ihren Stock nicht als Klo benutzen wollen, gehen sie eben raus. Wenn ihr also ab 12 ° C Außentemperatur eine Biene draußen seht (selbst wenn weit und breit keine einziges Blümchen blüht), wisst ihr wo die gerade war. Auf dem Klo!

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Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

Autor: Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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