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Wetter und Klima – was ist der Unterschied?

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Draußen zeigt das Thermometer 38 Grad an. In den Nachrichten wird über den Klimawandel diskutiert. Es habe schon immer Ausnahmesommer gegeben, sagen die einen. Das Wetter sei halt manchmal so. Aber das Klima verändert sich, sagen die anderen – sieht man doch. Aber wie ist das eigentlich? Sind Wetter und Klima das Gleiche? Und wenn nicht: wo ist der Unterschied?

 

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Wetter: Brauche ich heute einen Schirm?

“Wetter” ist das, was wir sehen, wenn wir aus dem Fenster schauen: es regnet, die Sonne scheint oder es ist seit ein paar Tagen stürmisch. Beim Wetter geht also um kurzfristige Ereignisse in einem begrenzten Zeitraum. Zum Beispiel kann man auch sagen: “Das Wetter war letztes Jahr im Urlaub besonders schön”. Mehrere Wetterereignisse hintereinander, heißen Witterung. “Kühle Witterung” kann bedeuten, dass es im Herbst an einem Tag regnet, am nächsten starker Wind weht und in den Tagen danach, trotz Minustemperaturen, ein paar Stunden die Sonne scheint.

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Klima: Wie war das vor tausend Jahren?

Wer aufs “Klima” schaut, muss quasi rauszoomen. Denn Klima ist die Bezeichnung für viele Wetterereignisse über einen langen Zeitraum. Klimaforscher interessieren sich deshalb nicht für die Wetterereignisse des letzten Monats oder des letzten Jahres. Klimaforscher denken in Jahrzehnten, Jahrhunderten, Jahrtausenden. “Klima” ist die Bezeichnung für Wetter und Wetterereignisse auf lange Sicht gesehen. “Das Klima der Eiszeit” war kälter als heute”, bedeutet nicht, dass es in der Eiszeit keine Wetterschwankungen gab. Sondern nur, dass es im Großen und Ganzen kalt war.

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Wetter und Klima sind nicht das Gleiche

Weil Wetter und Klima unterschiedliche Phänomene sind, lassen sich auch vermeintliche Widersprüche erklären. Daten zeigen, dass das Klima in den letzten 100 Jahren rapide wärmer wird: Wenn man den langen Zeitraum betrachtet, geht die Temperaturkurve also nach oben. Wir stecken in einer messbaren Veränderung: dem Klimawandel. Trotzdem beobachten wir im Winter Wetterereignisse bei denen Minusgrade herrschen und Schnee fällt. Das Wetter ist eben ein punktueller Zustand, das Klima das Gesamtbild.

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Autor: Johanna Prinz

ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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