Hallimasch & Mollymauk

Natur und so

7. April 2020
von Karolin Küntzel
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Vergissmeinnicht #49

Foto: pixabay.com

In Südostasien gilt die bestialisch stinkende Durian-Frucht als Delikatesse, europäische Gaumen reizt sie dagegen regelmäßig zum Würgen, wenn es überhaupt zum Geschmackstest kommt. Schon aus 150 Metern Entfernung ist der Gestank der Durian nach fauligen Zwiebeln wahrnehmbar und dieser ist so durchdringend, dass es verboten ist, die Frucht in öffentlichen Verkehrsmitteln zu transportieren – selbst die Frachträume einiger Fluggesellschaften bleiben ihnen verwehrt. Nun haben Forscher des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der TU München herausgefunden, was da so stinkt: es ist eine Aminosäure namens Ethionin – der Geruchsstoff heißt Ethanthiol – und eben dieser übel riechende Stoff wird Flüssiggas zugesetzt, damit Gaslecks wenn schon nicht gesehen, wenigstens gerochen werden können.

3. April 2020
von Johanna Prinz
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Muräne, Moräne, Maräne – wo ist der Unterschied?

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Ich recherchiere. Über einen Fisch, der im Salzwasser lebt und den man besser nicht aufscheuchen sollte, weil er beißt. Und während ich so recherchiere, fällt mir auf, dass der Fisch im Internet manchmal falsch geschrieben wird. Und da Buchstaben ja sozusagen mein Tagesgeschäft sind, bin ich sofort mittendrin im Wortspiel: Muräne, Moräne, Maräne. Klingt lustig und wenn ich so drüber nachdenke, haben alle diese Dinge etwas mit Wasser zu tun. Deshalb (und weil wir schon so lange keinen „Wo ist der Unterschied“-Text mehr hatten) schauen wir uns heute mal an, was es mit Muräne, Moräne und Maräne so auf sich hat. Weiterlesen →

31. März 2020
von Johanna Prinz
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Vergissmeinnicht #48

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Schimmelpilze sind vielseitig: mal schädlich, mal nützlich. Während einige Formen (wie der Aspergillus) Lebensmittel verderben und für Menschen schädliche Giftstoffe herstellen können, geben die so genannten Edelschimmel, einer Salami oder bestimmten Käsesorten ihren ganz eigenen Geschmack. Früher behandelte man Wunden sogar mit verschimmeltem Brot und heute weiß man: aus den Stoffwechselprodukten des Schimmelpilzes Penicillium crysogenum, lässt sich das Antibiotikum Penicillin herstellen.

27. März 2020
von Karolin Küntzel
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Buchtipp: Liebst du Kräuter?

Foto: K. Küntzel

Johanna und ich sind im Pflanzenfieber. Ich habe zwei Schalen vorgezogenen Salat gekauft, Johanna drei Säcke Blumenerde und allerlei Sämereien, ich will Tomaten säen, sie Basilikum teilen und wir tauschen uns telefonisch über unsere Garten- und Balkonpläne aus. Wie geht dies? Wie machst du das? Wer keine so nette Blogger-Kollegin zum Pflanzenplausch hat, dem lege ich heute ein Kräuterbuch ans Herz, das wenig Fragen offen lässt. Weiterlesen →

24. März 2020
von Karolin Küntzel
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Vergissmeinnicht #47

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Die Tabakpflanze hat verschiedene Strategien, um sich gegen Fressfeinde zu schützen, zum Beispiel produziert sie den chemischen Wirkstoff Nikotin, der die Nerven ihrer Feinde angreift und diese so außer Gefecht setzt. Fressen Raupen tagsüber an ihren Blättern kann sie auch zeitversetzt eine Kombination von Duftstoffen freisetzen, die Motten davon abhält ihre Eier dort abzulegen – sie befürchten dort zuviel Konkurrenz für ihren Nachwuchs. Gleichzeitig locken die Duftstoffe Wespen an, die ihre Eier in die tabak-knabbernden Raupen legen und die Larven, die sich aus ihnen entwickeln fressen die Raupen schließlich von innen heraus auf.

20. März 2020
von Johanna Prinz
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Was sind Kletterpflanzen?

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In Botanik war ich noch nie so richtig gut. Ihr kennt das ja: bei uns im Blog ist Karolin diejenige, mit dem Schrebergarten und den Pflanzenkenntnissen. Obwohl … diese ganzen Garten-Blogger-Treffen und das Rumhängen beim IVG-Medientag färben irgendwie ab. Wenn es jetzt an die Planung des neuen Balkonjahres geht, denke ich über Sonnenstände, Wasserbedarf und Düngereinsatz nach. Außerdem überlege ich, welche Art von Pflanze wieviel Platz braucht. (Reicht ein Topf? Ein Kübel? Oder muss es ein Hochbeet sein?) Im Moment denke ich über Kletterpflanzen nach – irgendwas, das rankt. Und während ich mich so umgucke, denke ich: Was ist überhaupt eine Kletterpflanze? Weiterlesen →

17. März 2020
von Johanna Prinz
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Vergissmeinnicht #46

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Viren sind winzig kleine Partikel, die keinen eigenen Stoffwechsel besitzen und sich nur dann vermehren können, wenn sie sich vorher in einer fremden Wirtszelle einnisten und deren Zellfunktionen quasi mitbenutzen. Solche Wirtszellen können von Pflanzen, Tieren und Pilzen, aber auch von Bakterien und Urbakterien stammen. Viren können sich zwar im Laufe der Zeit verändern, also mutieren, und sich auch vermehren, aber da sie dafür immer den Stoffwechsel einer Wirtszelle brauchen, gelten Viren in der Wissenschaft nicht als Lebewesen.

13. März 2020
von Karolin Küntzel
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Wie sprechen Papageien?

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Gestern habe ich mal im Schrebergarten nach dem Rechten gesehen. Beim Aussteigen aus dem Auto hat mich der Papagei begrüßt, dessen Voliere an den Parkplatz angrenzt. Der Vogel ist enorm laut, vor allem aber lustig. „Pokemon, hahaha, Pokemon“ schallt es vom Nachbargrundstück. Gesehen habe ich das Tier noch nie. Uns trennt nicht nur der Zaun, sondern auch ein Sichtschutz. Der Lautstärke nach zu urteilen muss der Papagei groß sein, außerdem sind er oder sein Mensch vermutlich Fans der japanischen Fantasiewesen. Warum sollte er mich sonst immer mit diesem Wort begrüßen? Und wie macht er das überhaupt – sprechen? Weiterlesen →

10. März 2020
von Karolin Küntzel
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Vergissmeinnicht #45

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Wenn im Frühjahr der Wald nach Knoblauch riecht, ist Bärlauchzeit. Das würzige Liliengewächs, dessen lateinischer Name Allium ursinum lautet, was übersetzt soviel wie „für Bären geeigneter Knoblauch“ bedeutet, soll angeblich Bärenkräfte verleihen – kein Wunder, dass sich Bären, wenn sie ausgehungert aus dem Winterschlaf erwachen, über die Blätter hermachen. In bärenfreien Regionen bleibt dem kräuterkundigen Sammler genügend übrig, um daraus ein schmackhaftes Pesto zu bereiten – wer es mehr mit der Magie hat wartet bis zur Walpurgisnacht, denn die dann gesammelten Blätter sollen magische Kräfte verleihen und sogar vor Dämonen schützen.

6. März 2020
von Johanna Prinz
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Heimische Orchideen?

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Habt ihr auch alle so eine Baumarkt-Orchidee? Eine mit riesigen weißen oder pinken Blüten, bei der man sich irgendwie jedes Mal fragt, wie man sie wieder zum Blühen bringt, wenn sie einmal verwelkt ist? Viele Orchideen, die bei uns brav im Topf stehen, wachsen in ihren warmen Heimatländern auf Bäumen oder heften sich mit ihren Wurzeln an Stämmen fest. Da kann schon mal eine Gedankenkette in Gang kommen: Wachsen Orchideen auch auf normalen Wiesen? Wiesen wie bei uns ins Deutschland? Gibt es gar heimische Orchideen bei uns? Egal, ob auf Wiesen oder Bäumen … dieser Frage wollen wir heute mal nachgehen. Weiterlesen →