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Avocado: Zieht euch eine Pflanze aus dem Kern

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Foto: pixabay.com

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Sie ist grün, in reifem Zustand cremig und sehr gesund. Die Avocado gilt als vielseitige Power-Frucht, die sich gleichermaßen gut auf dem Brot wie auch im Salat oder im grünen Smoothie macht. Einst ein exotisches Nischenprodukt mit hohem Fettanteil hat sie sich zur Gesundheitsfrucht schlechthin gemausert und eine steile Karriere hingelegt. Avocados sind hip und lassen sich leicht aus dem Kern ziehen. Ein schönes Projekt für die Fensterbank.

Probiert es aus!

Die Frucht im Gemüseregal

Foto: pixabay.com

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Alles, was ihr braucht, ist eine Avocado aus dem Supermarkt. In der Regel sind die Früchte noch hart, wenn sie in den Laden kommen. Inzwischen gibt es aber auch vorgereifte Früchte, die schon so weich sind, dass ihr sie am selben Tag essen könntet. Ich nehme trotzdem lieber die harte Avocado und lassen sie zuhause ein paar Tage nachreifen. Warum? Bei den reifen Früchten weiß ich nicht genau, wie lange sie schon im Laden gelegen haben und oft haben sie im Inneren dunkle Verfärbungen vom „Testdrücken“ der Kunden.

Der Kern beim Baden

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Wenn die Frucht reif ist, schneidet ihr sie der Länge nach auf, löst den Kern heraus und verarbeitet den Rest zu Guacamole oder wonach euch sonst der Sinn steht. Den Kern hängt ihr entweder mit der runden Seite nach unten in ein Wasserglas (zwei Stecknadeln seitlich in der Frucht erlauben auch die Hängung in Gläsern mit größerem Durchmesser) oder ihr steckt ihn in einen mit Wasser gefüllten Eierbecher. Hauptsache der Kern ist am runden Popo immer nass. Nach ein paar Tagen (Wasser nachfüllen nicht vergessen), manchmal auch Wochen, platzt der Kern auf und oben an der Spitze zeigt sich der Ansatz eines Stiels. Haben sich dann auch die ersten Wurzeln entwickelt, kann eure Avocado in einen Topf mit Blumenerde verpflanzt werden. Setzt sie nur so tief ein, dass der obere Teil immer noch aus der Erde ragt.

Ab an die Luft

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Stellt sie an einen hellen, sonnigen Platz, im Sommer auch gerne auf den Balkon oder die Terrasse. Da sie keinen Frost verträgt, muss sie im Winter wieder ins Warme. Und nicht vergessen: Immer schön feucht halten. Früchte trägt der immergrüne Baum, der stattliche 15 Meter hoch werden kann, allerdings erst nach vier Jahren. Soweit habe ich es mit meinen Avocadobäumchen allerdings nie gebracht. Das hat mich nie gestört, neugierig bin ich aber schon. Falls es also jemandem von euch gelingt, der selbstgezogenen Pflanze eine Frucht abzutrotzen, lasst es mich wissen und schickt mir ein Foto.

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Autor: Karolin Küntzel

Jahrgang 1963, ist freiberufliche Autorin, Dozentin und Kommunikationstrainerin. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Weiterbildungsmanagement in Berlin und war lange Zeit in der freien Wirtschaft tätig. Seit 2006 ist sie selbstständig, unterrichtet und schreibt Sachbücher für Kinder und Erwachsene. Ihre Wissbegier hat sie quasi zum Beruf gemacht. Sie lebte mehrere Jahre alleine in einem Haus im Wald, mehrere Wochen mit einer kleinen Crew auf einem Schiff auf dem Atlantik und bezeichnet sich selbst als überzeugte Rausgängerin. Sie sieht gerne unter Steinen nach. Mehr Infos unter: www.karibuch.de

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