Ich schlafe am liebsten auf der Seite ein, drehe mich dann im Schlaf aber oft auf den Rücken. Nachbars Katze schläft mal auf der Seite, mal mit untergezogenen Pfoten auf dem Bauch. Fledermäuse schlafen kopfunter, einige Vögel wie der Fregattvogel im Flug, Flamingos auf einem Bein, Riesenkängurus auch schon mal auf dem Rücken und Kühe in Brustlage. Jedes Tier hat eine bevorzugte Schlafposition und die hat gute Gründe.
Die Großen stehen lieber
Forscher der Uni Zürich haben 250 Säugetiere in Zoologischen Gärten beim Schlafen beobachtet und dabei festgestellt, dass große Säugetiere meistens im Stehen oder in der Seitenlage schlafen. Ist euch schon mal aufgefallen, dass Pferde auf der Weide manchmal ein Hinterbein angewinkelt haben? Dann schlafen oder ruhen sie. Sie fixieren mit der Kniescheibe das Bein und müssen es dann nicht mehr mühsam halten. Sieht irgendwie gemütlich aus.
Giraffen schlafen im Liegen und zwar auf der Seite. Fühlen sie sich ganz sicher, falten sie sich regelrecht zusammen, klappen die Beine ein und legen dann ähnlich wie ein Schwan den langen Hals nach hinten auf dem Körper ab. Der Kopf kommt auf den Hinterbeinen zu liegen. Dort ist er sicher und kann nicht auf den Boden poltern, wenn die Giraffe in Tiefschlaf fällt und sich total entspannt.
Wiederkäuer liegen auf dem Bauch
Kühe schlafen wie Schafe auf dem Bauch. Grund dafür ist ihre Verdauung. Alles, was noch einmal gekaut werden muss, wird mittels Schwerkraft aussortiert. Deshalb muss der Magen beim Fressen und Schlafen die gleiche Position haben und die ist im Liegen nicht gegeben.
Ausnahmen gibt es aber: Kamele können in Seitenlage schlafen, weil sie ihren Verdauungsprozess unterbrechen können. Kleintiere mit kurzen Beinen schlummern dagegen gerne auf dem Bauch und Nager können sogar im Sitzen ein Nickerchen machen. Beneidenswert!
Rüstig im Alter?
Dem Alter geschuldet sind die Schlafgewohnheiten mancher Elefanten. Die lehnen sich an Baumstämme oder Wände an und schlafen im Stehen und zwar nicht weil das so wahnsinnig bequem ist, sondern weil sie aus dem Liegen nicht mehr hochkommen. Freundliche Pfleger schütten dann Sandhügel im Gehege auf, auf die sich der alte, graue Riese schlafen legen, aus der Schräglage aber auch wieder auf die Beine kommen kann. Unsereiner kauft sich in diesem Stadium ein höheres Bett und fragt sich, wie er jahrzehntelang so tiefgelegt zurecht kam.
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