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Basteltipp: Ein Haus für den Igel

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Foto: Pixabay.com

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Die ersten empfindlich kalten Nächte gab es schon. Wahrscheinlich dauert es nun auch nicht mehr lange, bis es nachts Frost gibt. Dann wird es für die Igel Zeit, sich ein kuscheliges Plätzchen zu suchen und dort gut versteckt Winterschlaf zu halten. Einen geeigneten Platz zu finden, ist für die Tiere nicht immer einfach. Ihr könnt ihnen dabei helfen, indem ihr ihnen ein Häuschen baut.

Natürlicher Unterschlupf

Das ideale Winterquartier eines Igels besteht aus Totholz, Reisig und Laub. Dort sind sie vor Feinden und niedrigen Temperaturen geschützt. Solche Bedingungen finden sie aber nicht mehr überall an. Viele Gärten sind zu aufgeräumt und in den Parks regiert der Laubpuster. Wenn ihr im Garten keine Totholzhecke habt, und auch keine mehr anlegen möchtet, könnt ihr die „Igel-Winterwohnungsnot“ mit geringem Aufwand lindern.

Obstkisten-Häuschen

Foto: pixabay

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Ein Igelhaus aus einer alten Obst- oder Weinkiste ist auch für Heimwerker-Anfänger schnell gebaut. Ihr braucht:

  • 1 Kiste aus Holz
  • 1 Säge
  • Trockenes Laub, Äste und Reisig

Die Kiste muss mit den Seitenteilen bündig mit dem Boden abschließen. Sägt, wenn nötig, die überstehenden Eckenhölzer ab. In eines der Seitenteile sägt ihr ein kleines halbrundes Eingangsloch. Es sollte maximal zehn Zentimeter breit und zehn Zentimeter hoch sein, damit wirklich nur der Igel hindurchpasst und nicht etwa die Nachbarkatze. Damit ist die Bastelarbeit auch schon erledigt und ihr braucht nur noch einen guten Platz, um es aufzustellen.

Mit ein bisschen mehr handwerklichem Geschick könnt ihr dem stacheligen Gesellen auch eine Luxusbude aus Massivholz bauen. Eine gute Anleitung für ein Häuschen mit Eingangs- und Schlafbereich findet ihr auf der Seite des NABU: https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/naturerleben/141030-nabu-bauanleitung-igelhaus-missiongruen.pdf

Oder ihr kauft eine Behausung. Im Fachhandel gibt es verschiedene Modelle. Von der Hobbithöhle bis zur Mehrfamilien-Wohnsiedlung ist alles dabei.

Der ideale Standort

Igel brauchen im Winter vor allem Ruhe. Wachen sie häufig auf, kostet sie das unnötig Energie und sie kommen vielleicht nicht durch die kalte Jahreszeit. Deshalb stellt ihr euer Häuschen in eine möglichst ruhige Ecke des Gartens. Füllt es mit trockenem Laub und deckt es anschließend zusätzlich mit Laub, Stöcken und Reisig ab. So ist es nicht nur gut versteckt, sondern auch noch wärmeisoliert.

Ist schon ein Igel eingezogen? Von außen könnt ihr das natürlich nicht sehen und das Häuschen anheben geht auch nicht. Mit einem Trick findet ihr es trotzdem heraus. Streut vor den Eingangsbereich etwas Sand und streicht ihn glatt. Anhand der Tierspuren im Sand seht ihr später sofort, ob sich ein Bewohner eingefunden hat.

Autorin: Karolin Küntzel

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Karolin Küntzel

Jahrgang 1963, ist freiberufliche Autorin, Dozentin und Kommunikationstrainerin. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Weiterbildungsmanagement in Berlin und war lange Zeit in der freien Wirtschaft tätig. Seit 2006 ist sie selbstständig, unterrichtet und schreibt Sachbücher für Kinder und Erwachsene. Ihre Wissbegier hat sie quasi zum Beruf gemacht. Sie lebte mehrere Jahre alleine in einem Haus im Wald, mehrere Wochen mit einer kleinen Crew auf einem Schiff auf dem Atlantik und bezeichnet sich selbst als überzeugte Rausgängerin. Sie sieht gerne unter Steinen nach. Mehr Infos unter: www.karibuch.de

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Jahrgang 1963, ist freiberufliche Autorin, Dozentin und Kommunikationstrainerin. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Weiterbildungsmanagement in Berlin und war lange Zeit in der freien Wirtschaft tätig. Seit 2006 ist sie selbstständig, unterrichtet und schreibt Sachbücher für Kinder und Erwachsene. Ihre Wissbegier hat sie quasi zum Beruf gemacht. Sie lebte mehrere Jahre alleine in einem Haus im Wald, mehrere Wochen mit einer kleinen Crew auf einem Schiff auf dem Atlantik und bezeichnet sich selbst als überzeugte Rausgängerin. Sie sieht gerne unter Steinen nach. Mehr Infos unter: www.karibuch.de

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