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Enten, Schwäne, Gänse: Was ist der Unterschied?

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Große, weiße Vögel, die auf dem Teich schwimmen? Schwäne, klar! Etwas weniger klar wird es, wenn der Schwan schwarz ist, also ein Trauerschwan. Aber selbst dann gibt allein die Größe Aufschluss. Während man Schwäne schnell erkennt, machen es einem die Enten und Gänse am Teich schon schwerer. Es gibt große Enten und kleine Gänse und irgendwie sehen die alle gleich aus. Oder?

 

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Fangen wir vorne an: Schwäne, Gänse und Enten gehören, zoologisch gesehen, alle zur Ordnung der Gänsevögel und innerhalb dieser Gruppe zur Familie der Entenvögel. Also ist, rein wissenschaftlich gesehen, auch eine Gans ein Entenvogel – genau wie ein Schwan. Spannend wird es, wenn man sich quasi die “Unterverwandtschaften” anschaut. Dann gehören nämlich sowohl Schwäne als auch Gänse zur Unterfamilie der “Gänse” und die Enten stehen allein in einer Extragruppe da, die nicht mal einen konstant verwendeten deutschen Namen hat.

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Bevor es Verwirrung gibt: Gänse, Enten und Schwäne stecken natürlich jeweils auch nochmal in einer eigenen Gruppe, die sie von den jeweils anderen beiden genetisch abgrenzt. Doch was heißt das jetzt? Wir machen am Teich ja nicht erst einen Gentest, um zu erkennen, welches Tier wir vor uns haben.

Das Erkennen von Schwänen ist leicht: Die Tiere sind einfach die größten, egal in welcher Farbe. Ein ausgewachsener Schwan kann mehr als 1,50 m lang werden und eine Flügelspannweite von über 2.50 m erreichen. Bei Enten und Gänsen könnt ihr aufs Verhalten schauen: Frisst das Tier im Wasser und taucht gar noch den Kopf unter? Eine Ente. Frisst es an Land und weidet Wiesen ab? Eine Gans.

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Rein optisch gesehen ist die Unterscheidung nicht ganz leicht. Gänse sind eher größer als Enten. Sie haben einen keilförmigeren Kopf, der zwar auch bei einigen Entenarten vorkommt, dort aber seltener. Vor allem in der Fortpflanzungszeit wird es aber ziemlich deutlich: Bei den Enten sehen Männchen und Weibchen in einer Gruppe unterschiedlich aus. Bei den Gänsen sehen beide Geschlechter gleich aus.

So viel zur groben Unterscheidung. Was ich bisher verschwiegen habe, sind die verschiedenen Entengruppen und ihre zum Teil sehr unterschiedliche Körperform. Und die sogenannten “Halbgänse”. Doch das soll ein Beitrag für einen anderen Tag sein.

 

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Autor: Johanna Prinz

ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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