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Pinguine zählen

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Foto: pixabay.com

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Ein Ehrenamt zu übernehmen, ist ja immer gut. Ich kenne viele, die das machen und Spaß daran haben. Bei mir scheiterte es bisher immer an der Zeit, doch jetzt habe ich eine Aufgabe gefunden und übernommen, die meine Interessen wie auch meine Zeitlimitierung gleichermaßen bedient: Ich zähle Pinguine.

Das Pinguin Projekt

Wissenschaftler von der Universität Oxford beschäftigen sich mit der Frage, wie sich veränderte Umweltbedingungen auf das Leben von Pinguinen auswirken. Wie entwickeln sich die Populationen? Um das herauszufinden, wurden die Brutplätze mehrerer Kolonien mit Kameras bestückt, die täglich bis zu 100 Bilder liefern. Bei rund 50 Kameras, die derzeit im Einsatz sind, kommt einiges an Fotos zusammen. Zuviel für die Forscher, die nun ehrenamtliche Pinguin-Zähler suchen.

Ab in die Kolonie

Foto: pixabay.com

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Die Antarktis ist sicherlich ein interessantes Reiseziel, wäre mir aber einen Tick zu kalt. Wie praktisch, dass ich zum Zählen nicht direkt in die Kolonien reisen muss, sondern vom Schreibtisch aus addieren kann. Wer jemals Moorhuhn gespielt hat, wird mit der Technik in Nullkommanix vertraut sein und vermutlich ähnlich viel Spaß mit den Frackträgern am PC haben. Wer es auch versuchen will, kann seinen virtuellen Dienst in der Antarktis sofort antreten. Dazu müsst ihr euch nur auf der Seite www.penguinwatch.org registrieren und könnt anschließend sofort zählen.

Groß, klein oder Ei?

Foto: pixaby.com

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Schwierig ist das Zählen nicht und man muss auch kein Biologe dafür sein. Eigentlich muss man nicht mal zählen können, sehen reicht. So geht’s: Am PC erscheint ein Bild. Ihr müsst als Erstes entscheiden, ob darauf überhaupt Pinguine zu sehen sind oder nicht. Sind Tiere vorhanden, wählt ihr als Nächstes die Kategorie, die ihr zuerst zählen möchtet: Erwachsene, Küken, Eier oder andere Tiere (z.B. Möwen).

Dann klickt ihr mit der Computermaus die Tiere dieser Kategorie an und der Rechner zählt für euch. Das macht ihr solange, bis alle Individuen auf dem Foto erfasst sind oder der Computer vermeldet, dass es nun genug ist. Wer möchte, kann zum Schluss noch einen Kommentar abgeben und dann geht es mit einem neuen Bild weiter. Solange, wie ihr Lust darauf habt.

 

Übrigens: Die markierten Bilder werden gleichzeitig dazu genutzt, einen Computer zu trainieren, Pinguine auf Fotos zu identifizieren. Dann wird meine Arbeit (und die der anderen 13830 Freiwilligen) vielleicht nicht mehr gebraucht und ich bin wieder ohne Ehrenamt.

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Karolin Küntzel

Jahrgang 1963, ist freiberufliche Autorin, Dozentin und Kommunikationstrainerin. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Weiterbildungsmanagement in Berlin und war lange Zeit in der freien Wirtschaft tätig. Seit 2006 ist sie selbstständig, unterrichtet und schreibt Sachbücher für Kinder und Erwachsene. Ihre Wissbegier hat sie quasi zum Beruf gemacht. Sie lebte mehrere Jahre alleine in einem Haus im Wald, mehrere Wochen mit einer kleinen Crew auf einem Schiff auf dem Atlantik und bezeichnet sich selbst als überzeugte Rausgängerin. Sie sieht gerne unter Steinen nach. Mehr Infos unter: www.karibuch.de

Autor: Karolin Küntzel

Jahrgang 1963, ist freiberufliche Autorin, Dozentin und Kommunikationstrainerin. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Weiterbildungsmanagement in Berlin und war lange Zeit in der freien Wirtschaft tätig. Seit 2006 ist sie selbstständig, unterrichtet und schreibt Sachbücher für Kinder und Erwachsene. Ihre Wissbegier hat sie quasi zum Beruf gemacht. Sie lebte mehrere Jahre alleine in einem Haus im Wald, mehrere Wochen mit einer kleinen Crew auf einem Schiff auf dem Atlantik und bezeichnet sich selbst als überzeugte Rausgängerin. Sie sieht gerne unter Steinen nach. Mehr Infos unter: www.karibuch.de

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