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Natur und so

Die Zonen der Ozeane

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Foto: pixabay.com

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Torten sind manchmal in Schichten aufgebaut, bei Meeren und Ozeanen ist das ähnlich. Sie werden ebenfalls in horizontale Schichten unterteilt. Wie soll das gehen, wo Wasser doch fließt und ständig in Bewegung ist?, fragt ihr euch nun vielleicht. Nun sind im Wasser natürlich keine Barrieren, die die Zonen voneinander abgrenzen. Vielmehr dient die Unterteilung der Beschreibung der Wassertiefen und der dort vorherrschenden Bedingungen.

Fünf Zonen gibt es und so unterscheiden sie sich:

Die Lichtreiche Zone (Epipelagial)

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Sie reicht von der Wasseroberfläche bis in 200 Meter Tiefe. Diese Oberflächenzone wird manchmal weiter in eine Neustonschicht (bis in ein Meter Tiefe), eine lichtdurchflutete Zone (2 bis 50 Meter) und die Untere lichtdurchflutete Zone (51 bis 200 Meter) unterteilt. Die Lichtreiche Zone reicht also ganz schön tief, und wenn man einen Blick in die hiesigen Seen oder die Ostsee wirft, kann man sich kaum vorstellen, dass in dieser Tiefe noch Licht sein kann. Ist aber so und deshalb ist in dieser Schicht besonders viel los. Plankton treibt herum und dient als Nahrungsquelle für Fische, Krebse und den riesigen Blauwal.

Die Dämmerzone (Mesopelagial)

Die Dämmerzone reicht von 200 bis 1000 Metern. Das Wasser ist hier schon merklich kühler als an der Oberfläche und erwärmt sich nur noch auf maximal 15° Celsius. Wer bis zum Ende dieser Zone vordringen möchte, kann das nur noch mit einem Tauchfahrzeug, denn der Wasserdruck ist dort längst zu hoch für den menschlichen Körper. Während im oberen Bereich dieser Zone noch Planton und Korallen zu finden sind, leben im unteren Bereich schon Tiefsee-Beilfische.

Die Dunkelzonen (Bathypelagial bis 4000 Meter und Abyssopelagial bis 6000 Meter)

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Hier siehst du die Hand vor Augen nicht mehr und es ist empfindlich kalt. Mehr als 4° Celsius erreicht die Meerwassertemperatur nicht und der Wasserdruck ist gewaltig. Kein Wunder, dass so wenig über die Tiefsee, zu der diese Zonen gehören, bekannt ist. Die Tiere, die dort leben, haben ausgeprägte Sinne und raffinierte Strategien, um Beute zu machen. Oft haben Sie ein bizarres Aussehen. Zu ihnen zählen Angler-, Viper-, und Fangzahnfische. Auch Riesenkalmare leben dort.

Zone der Tiefseegräben (Hadopelagial)

Weiter runter geht es nicht. Bis auf 11000 Meter reicht diese Zone, deren tiefste Stelle im Marianengraben liegt. Über diesen Bereich weiß man bis heute weniger als über den Mond und es gelang bisher auch nur zwei Personen, bis dorthin vorzudringen. Forscher gehen deshalb davon aus, dass es in dieser Zone massenhaft unentdeckte Arten gibt. Bekannt ist dagegen schon der Borstenwurm, der es dort mit dem ungeheuren Druck und Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt aufnimmt.

Autorin: Karolin Küntzel

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Autor: Karolin Küntzel

Jahrgang 1963, ist freiberufliche Autorin, Dozentin und Kommunikationstrainerin. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Weiterbildungsmanagement in Berlin und war lange Zeit in der freien Wirtschaft tätig. Seit 2006 ist sie selbstständig, unterrichtet und schreibt Sachbücher für Kinder und Erwachsene. Ihre Wissbegier hat sie quasi zum Beruf gemacht. Sie lebte mehrere Jahre alleine in einem Haus im Wald, mehrere Wochen mit einer kleinen Crew auf einem Schiff auf dem Atlantik und bezeichnet sich selbst als überzeugte Rausgängerin. Sie sieht gerne unter Steinen nach. Mehr Infos unter: www.karibuch.de

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