Hallimasch & Mollymauk

Natur und so

Ostereier natürlich färben

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Foto: K. Küntzel

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Wir haben Kartons voll mit gefärbten Ostereiern. Mit allen erdenklichen Techniken erstellt und verziert und in allen nur vorstellbaren Farben. Jedes Jahr kommen mehr hinzu als ausgemustert werden. Trotzdem gehört es für mich zu den Ostervorbereitungen dazu, Eier zu färben. Dieses Jahr mit natürlichen Farben.

Was die Küche hergibt

Ich gestehe: Bisher habe ich zum Färben immer Farben im Supermarkt gekauft. In Form von Tabletten, Flüssigkeiten oder Pasten, zum Warm- und Kaltfärben, mit Marmorier- oder Metalliceffekt. Dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, nur natürliche Farben zu verwenden. Die gibt es, wie ich inzwischen weiß, in fast jeder Küche.

Foto: K. Küntzel

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Und was färbt wie? Hier sind ein paar Beispiele:

  • Zwiebelschalen: braun
  • Rote Beete: rot-braun
  • Hagebuttentee: blaugrau
  • Matetee: grünlich
  • Kurkuma: gelb

Und los geht’s

Aus den Zwiebelschalen (nur die äußeren braunen) kocht ihr einen Sud. Es reicht, wenn die Schalen ungefähr 10–15 Minuten köcheln. Den Sud entweder mit einer Kelle abschöpfen oder alles zusammen durch ein Sieb gießen und die Flüssigkeit auffangen. Tee wie gewohnt zubereiten, aber sehr lange ziehen lassen, damit die Farbe möglichst kräftig wird. Rote Beete entweder kochen oder die faule Variante wählen und gleich fertigen Saft besorgen. Kurkuma in heißem Wasser auflösen. Auf ein Glas kommen ca. zwei Esslöffel Gewürz.

Foto: K. Küntzel

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Zum Färben nehmt ihr am besten weiße Eier, da die Farben nicht so kräftig werden, wie die fertig gekauften. Die Eier (mit einem Schuss Essig im Wasser) hart kochen und noch heiß in die vorbereiteten Farbgläser tauchen. Dort dürfen sie nun so lange bleiben, bis ihr mit der Farbe zufrieden seid. Achtung: Das Kurkuma-Pulver hat die Tendenz, sich nach einiger Zeit am Boden abzusetzen. Deshalb öfter mal umrühren.

Finales Styling

Die fertigen Eier mit Küchenpapier abtrocknen. Sie können nun wie gewohnt weiter verziert werden. Abschließend mit ein bisschen Öl einreiben, damit sie schön glänzen. Ausreichend bewundern und dann aufessen.

Wer jetzt denkt, dass die Eierschale zum Zerstören nun viel zu schade ist, kann die Eier natürlich auch vorher auspusten und anschließend färben. Ich habe in Anbetracht der Generationen von ausgepusteten Eiern in unserem Haushalt dieses Jahr darauf verzichtet. Ich esse sie auf (!) und werde bald wissen, ob sie schöner schöner schmecken.

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Karolin Küntzel

Jahrgang 1963, ist freiberufliche Autorin, Dozentin und Kommunikationstrainerin. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Weiterbildungsmanagement in Berlin und war lange Zeit in der freien Wirtschaft tätig. Seit 2006 ist sie selbstständig, unterrichtet und schreibt Sachbücher für Kinder und Erwachsene. Ihre Wissbegier hat sie quasi zum Beruf gemacht. Sie lebte mehrere Jahre alleine in einem Haus im Wald, mehrere Wochen mit einer kleinen Crew auf einem Schiff auf dem Atlantik und bezeichnet sich selbst als überzeugte Rausgängerin. Sie sieht gerne unter Steinen nach. Mehr Infos unter: www.karibuch.de

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Autor: Karolin Küntzel

Jahrgang 1963, ist freiberufliche Autorin, Dozentin und Kommunikationstrainerin. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Weiterbildungsmanagement in Berlin und war lange Zeit in der freien Wirtschaft tätig. Seit 2006 ist sie selbstständig, unterrichtet und schreibt Sachbücher für Kinder und Erwachsene. Ihre Wissbegier hat sie quasi zum Beruf gemacht. Sie lebte mehrere Jahre alleine in einem Haus im Wald, mehrere Wochen mit einer kleinen Crew auf einem Schiff auf dem Atlantik und bezeichnet sich selbst als überzeugte Rausgängerin. Sie sieht gerne unter Steinen nach. Mehr Infos unter: www.karibuch.de

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