Für ein Kindersachbuch habe ich vor einiger Zeit Meerestiere und ihre Lautäußerungen recherchiert. Das war super interressant, denn unter Wasser ist es keineswegs still. Selbst Muscheln und Schnecken können Töne von sich geben. Bei dieser Arbeit bin ich auf das Tierstimmenarchiv des Naturkundemuseums in Berlin gestoßen und das ist eine wahre Schatzkiste voll mit tierischen Tönen der unterschiedlichsten Arten. Eine von ihnen ist der Kläfferkauz.
Und wie klingt der so?
Kläffen, zirpen, schmatzen
Der Kläfferkauz trägt seinen Namen ganz zu Recht, denn er hört sich an wie ein Hund, der in der Ferne bellt. Mit diesem Gebell hat er sicher schon den einen oder anderen reingelegt. Ich wäre ihm auch auf den Leim gegangen. Das Tierstimmenarchiv des Naturkundemuseums in Berlin (www.tierstimmenarchiv.de) ist nicht nur die älteste Sammlung dieser Art, sondern auch die umfangreichste. Sie beherbergt mehr als 120.000 Tonaufnahmen von 1.800 Vogelarten, 580 Säugetierarten und zahlreiche Fisch-, Amphibien-, Reptilien- und Insektenarten. Die Aufnahmen wurden sowohl im Freiland als auch in Zoologischen Gärten gemacht. Wo genau, ist in der Online-Datenbank, in der es 75.000 Einträge gibt, entsprechend vermerkt.
Was ist das denn für ein Tier?
Blättert man durch die Archivliste begegnen einem viele merkwürdige Tiernamen. Noch nie gehört, dachte ich oft und dabei hatte ich mir immer eingebildet, mich einigermaßen gut auszukennen. Denkste! Oder wisst ihr auf Anhieb was ein Braunwürger, ein Brennesselbock, ein Von-der-Decken-Toko, ein Kupferschmied, ein Manul oder ein Orangebäckchenastrild ist? Nicht? Na, da bin ich ja beruhigt. Falls ihr Kinder habt, die wissen wollen, wie sich eine Giraffe anhört oder ob ein Gepard anders brüllt als ein Löwe seid ihr in der Datenbank ebenfalls genau richtig. Sie liefert nicht nur den Sound zur Frage, sondern auch noch jede Menge Kurzweil. Ich jedenfalls kann mich immer nur schwer wieder trennen, so neugierig bin ich auf das nächste Tier. Wie klingt zum Beispiel ein Schlichtbülbül?
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