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Natur und so

Wie kommt der Wurm in den Apfel?

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Foto: pixabay.com

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Äpfel sind lecker, Äpfel sind gesund. Am Besten schmecken sie aus dem eigenen Garten (oder dem des Nachbars) und natürlich sind sie Bio. Nix gespritzt oder anderweitig behandelt, Natur pur. Wie viel Natur in so einem Apfel stecken kann, merkt man manchmal erst beim Reinbeissen. Iiiiih, da ist ja ein Wurm drin. Wie ist der denn da hineingekommen?

Wurm? Nein, eine Raupe

Das, was aussieht wie ein weißlicher Wurm mit schwarzem Kopf ist die Raupe eines Apfelwicklers. Der Name verrät es schon. Der Apfelwickler, ein braun-grauer unscheinbarer Schmetterling, der nachts unterwegs ist, hat Äpfel zum Fressen gerne. Er legt seine Eier im Frühjahr auf den noch ganz kleinen Äpfeln ab. Pro Apfel genau ein Ei.

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Schlüpft die Larve, frisst sie sich durch den Apfel bis zum Kerngehäuse und futtert sich an den Kernen dick und rund. Wer viel frisst, muss in der Regel auch mal. Da macht die Raupe keine Ausnahme. Damit ihre Behausung schön sauber bleibt, schiebt sie ihren Kot durch den gefressenen Gang nach draußen. Dort könnt ihr ihn entdecken. Er sieht aus wie die Krümel von aufgebrühtem Kaffeepulver. Seht ihr so eine Stelle am Apfel, wisst ihr: Der ist bewohnt. Vegetariern empfiehlt sich in diesem Fall die Benutzung eines Messers zum Aufschneiden des Apfels anstelle eines herzhaften Bisses. Merke: Erst den Apfel checken, dann lass ihn dir schmecken!

Rein in den Apfel, raus aus dem Apfel

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Nach drei bis vier Wochen ist die Raupe satt. Sie nagt sich einen neuen Gang, diesmal von innen nach außen und seilt sich an einem selbstgesponnenen Faden zum Boden ab. Dort sucht sie ein Versteck in der Erde oder hinter Baumrinde und spinnt sich in einen Kokon ein. Ist es noch früh im Sommer, schlüpft aus dem Kokon ein Apfelwickler, der sofort wieder Eier auf Äpfeln ablegt. Dann kommt noch eine zweite Generation Raupen zum Zug. Ab Mitte Juli verpuppen sich schließlich alle Apfelwicklerraupen, um zu überwintern.

Autorin: Karolin Küntzel

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Karolin Küntzel

Jahrgang 1963, ist freiberufliche Autorin, Dozentin und Kommunikationstrainerin. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Weiterbildungsmanagement in Berlin und war lange Zeit in der freien Wirtschaft tätig. Seit 2006 ist sie selbstständig, unterrichtet und schreibt Sachbücher für Kinder und Erwachsene. Ihre Wissbegier hat sie quasi zum Beruf gemacht. Sie lebte mehrere Jahre alleine in einem Haus im Wald, mehrere Wochen mit einer kleinen Crew auf einem Schiff auf dem Atlantik und bezeichnet sich selbst als überzeugte Rausgängerin. Sie sieht gerne unter Steinen nach. Mehr Infos unter: www.karibuch.de

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Jahrgang 1963, ist freiberufliche Autorin, Dozentin und Kommunikationstrainerin. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Weiterbildungsmanagement in Berlin und war lange Zeit in der freien Wirtschaft tätig. Seit 2006 ist sie selbstständig, unterrichtet und schreibt Sachbücher für Kinder und Erwachsene. Ihre Wissbegier hat sie quasi zum Beruf gemacht. Sie lebte mehrere Jahre alleine in einem Haus im Wald, mehrere Wochen mit einer kleinen Crew auf einem Schiff auf dem Atlantik und bezeichnet sich selbst als überzeugte Rausgängerin. Sie sieht gerne unter Steinen nach. Mehr Infos unter: www.karibuch.de

Ein Kommentar

  1. Ein total lustiger und informativer Artikel.
    Bin 76 Jahre alt und habe mich heute das erste Mal gefragt, was das wohl für schwarze „Krümel“ sein könnten.

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