Hallimasch & Mollymauk

Natur und so

Aussaat in Papier & Eierkarton

| 2 Kommentare

Foto: K. Küntzel

Foto: K. Küntzel

Mitte März ist es an der Zeit, Blumen und Gemüse auszusäen, damit sie sich den Sommer über gut entwickeln oder reichlich Ertrag bringen. Ich jedenfalls bin voll im Pflanz- und Aussaat-Modus. Der Platz auf der Fensterbank wird langsam knapp und die Töpfchen für die Neu-Gewächse ebenfalls. Wer jetzt Geld und später Stauraum für die vielen Pflanztöpfchen sparen will, die nun benötigt werden, kann auf Papier und Eierkartons ausweichen. Das ist billig und ein mehrmaliges Umtopfen ist nicht erforderlich.

Die Papiertopf-Presse

Foto: K. Küntzel

Foto: K. Küntzel

Eines meiner Lieblingsgeräte ist die Papiertopf-Presse. Sie kommt jedes Jahr zum Einsatz und sorgt so dafür, dass ich nicht in Mini-Töpfen ersticke. Das Prinzip ist so simpel wie genial. Zeitungs-Papierstreifen (bitte keine Hochglanz-Prospekte) werden zu Töpfchen umgeformt und können anschließend mit Erde befüllt und Samen bestückt werden. Ist die Erde in den Papiertöpfen gut durchwurzelt, können sie direkt in einen größeren Topf oder ins Beet umgesetzt werden. Die Papierhülle muss nicht entfernt werden, sie verrottet rückstandslos.

Foto: K. Küntzel

Foto: K. Küntzel

Die Papiertopf-Presse besteht aus zwei Teilen: dem Boden und dem Stempel. Schneidet Papierstreifen von ca. 30 Zentimeter Länge und zehn Zentimeter Breite zu. Die Pressen gibt es in verschiedenen Größen. Bei der Breite des Streifens orientiert ihr euch einfach an der Höhe des Stempels (ohne Griff). Dann rollt ihr den Papierstreifen mit dem Stempel auf und faltet das überstehende Papier am Boden um. Drückt den Stempel fest in den Boden der Presse. Dadurch wird der Zeitungspapier-Boden fest verschlossen. Bei meiner Presse wölbt er sich nach innen und die Töpfchen bekommen einen festen Stand. Füllt Anzuchterde hinein, sät eure Lieblings-Samen aus und gießt die Erde wie gewohnt an. Keine Angst, die Papier-Töpfe halten das gut aus. Mir ist es jedenfalls noch nie passiert, dass sie sich vor der Zeit aufgelöst haben. Wichtig ist allerdings, dass ihr sie auf eine wasserfeste Unterlage stellt, denn der Boden kann beim Gießen durchfeuchten.

Pappmaché statt Plastik

Foto: K. Küntzel

Foto: K. Küntzel

Eine zweite Variante ist die Aussaat der Samen in Eierkartons. Sie bestehen aus Pappmaché, sind ökologisch unbedenklich und können zum Beispiel in kleinen Mengen mit zum Kompost gegeben werden. Ich nutze sie auch, um Pflanzen vorzuziehen. Dazu entferne ich den Eierkartondeckel und stelle den Boden in ihn hinein. Dadurch durchfeuchtet er später nicht so schnell. In die Eier-Mulden kommt Aussaaterde und in jedes Fach ein oder zwei Samen. Angießen und fertig. Auch hier empfiehlt sich eine wasserfeste Unterlage (Tablett, Teller o.ä.), der es nichts ausmacht, über längere Zeit mit Feuchtigkeit in Kontakt zu kommen. Haben die Pflänzchen viele Wurzeln gebildet, könnt ihr die Eierkarton-Abteile per Hand oder Schere voneinander trennen. Die Einzelsegmente verpflanzt ihr samt Karton weiter. Viel Spaß und gute Ergebnisse!

Autorin: Karolin Küntzel

Print Friendly

Karolin Küntzel

Jahrgang 1963, ist freiberufliche Autorin, Dozentin und Kommunikationstrainerin. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Weiterbildungsmanagement in Berlin und war lange Zeit in der freien Wirtschaft tätig. Seit 2006 ist sie selbstständig, unterrichtet und schreibt Sachbücher für Kinder und Erwachsene. Ihre Wissbegier hat sie quasi zum Beruf gemacht. Sie lebte mehrere Jahre alleine in einem Haus im Wald, mehrere Wochen mit einer kleinen Crew auf einem Schiff auf dem Atlantik und bezeichnet sich selbst als überzeugte Rausgängerin. Sie sieht gerne unter Steinen nach. Mehr Infos unter: www.karibuch.de

Autor: Karolin Küntzel

Jahrgang 1963, ist freiberufliche Autorin, Dozentin und Kommunikationstrainerin. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Weiterbildungsmanagement in Berlin und war lange Zeit in der freien Wirtschaft tätig. Seit 2006 ist sie selbstständig, unterrichtet und schreibt Sachbücher für Kinder und Erwachsene. Ihre Wissbegier hat sie quasi zum Beruf gemacht. Sie lebte mehrere Jahre alleine in einem Haus im Wald, mehrere Wochen mit einer kleinen Crew auf einem Schiff auf dem Atlantik und bezeichnet sich selbst als überzeugte Rausgängerin. Sie sieht gerne unter Steinen nach. Mehr Infos unter: www.karibuch.de

2 Kommentare

  1. Hallo Karolin, den Beitrag teile ich dann mal weiter über Facebook :-)

    Schöne Grüße!

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.