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Die Ringelnatter – nur für Frösche gefährlich

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Foto: pixabay.com

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Man kann sie beim Kanufahren am Ufer erspähen oder im eigenen Garten fast über sie fallen. Natürlich kommt es darauf an, wo man wohnt, aber die Ringelnatter ist in Deutschland so häufig, dass zumindest eine Chance besteht, sie zu Gesicht zu bekommen.

Ihr erkennt sie ganz leicht, an den beiden charakteristischen Halsflecken: rechts und links hinter der dem Kopf leuchten weiße oder hellgelbe Schuppen. Angeblich heißt die Schlange Ringelnatter, weil ihre Zeichnung wie ein Halsring aussieht.

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Wer eine Ringelnatter findet, erschreckt sich manchmal ganz schön, denn eine ausgewachsene Schlange kann länger als einen Meter werden. Die Weibchen werden generell etwas größer als die Männchen und erreichen etwa 1,50 Meter. Trotzdem ist die Ringelnatter für den Menschen harmlos. Wenn ihr ein Frosch oder eine Kröte wärt, würde ich euch raten, schnell abzuhauen. Auch als Kaulquappe oder Molch wäre Flucht angesagt. Doch größere Beutetiere meidet die Ringelnatter.

 

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Die Beute hat es vielleicht schon verraten: Ringelnattern mögen das Wasser. Sie können richtig gut schwimmen und halten sich häufig im Uferbereich auf, wo sie auf Steinen oder umgestürzten Baumstämmen in der Sonne liegen. Das muss sein, denn als Reptilien haben Schlangen echte Schwierigkeiten mit der Thermoregulation, dem Regulieren ihrer Körpertemperatur. Um warm zu werden benötigen sie die Sonnenwärme und wenn es zu heiß wird, können sie nicht einfach Schwitzen, sondern müssen kühlere Bereiche aufsuchen. Ein ewiges Hin und Her.

Auch die Ringelnatter erschreckt sich, wenn sie einen Menschen trifft. Hält dieser sie fest, hat die Schlange einen wirksamen Trick zum Entkommen. Wenn Zischen und so-tun-als-ob-sie-beißt nicht wirkt, dann stinkt sie. Sie entleert einfach ein paar Drüsen und sondert ein übelriechendes Sekret ab. Und um der Sache noch etwas  mehr Glaubwürdigkeit zu verleihen, wird die ganze Schlange schlaff und das Maul steht auf. Kein Räuber möchte diese „tote“ Schlange dann noch essen.

Ich denke, ich werde demnächst mal irgendwo Kanu fahren und am Ufer Ausschau halten. Wie ist es mit euch? Habt ihr schon mal eine Ringelnatter gesehen?

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Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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Autor: Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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