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Im Test: Produkte für einen bienenfreundlichen Garten

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Foto: K. Küntzel

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Wildbienen haben es in den immer aufgeräumteren Gärten und Parks schwer. Es gibt zu viele Rasenflächen, aber kaum Wildblumenwiesen mit nektarreichen Pflanzen. Auch fehlt es an Nistmöglichkeiten. Das lässt sich ändern und im Handel gibt es verschiedene Artikel für einen bienenfreundlichen Garten. Wir haben drei Produkte der Firma Neudorff getestet: Zwei Nützlingswaben und eine Samen-Mischung. Und das kam dabei heraus:

Platz ist auch im kleinsten Garten

Foto: K. Küntzel

Foto: K. Küntzel

Mitte März kam die Samenmischung mit dem vielversprechenden Namen Wildgärtner Freude Bienengarten zusammen mit den Holzwaben bei mir an. Eine Wabe ist für Mauerbienen geeignet (die mit den Aststücken und größeren Löchern), die andere wird bevorzugt von Grabwespen und Wildbienen aufgesucht. Die Samenmischung reicht für insgesamt 10 m². Da ich so viel Freifläche aber nicht hatte, entstand die Idee, die Mischung mit immerhin 25 verschiedenen Wildblumen-Arten kurzerhand in große Baukübel zu säen. Sie sind billig und lassen sich gut stapeln und verstauen, wenn man sie nicht mehr braucht. Zwei Fragen soll der Test beantworten: Nehmen die Insekten die Nützlingswaben an und fliegen Sie auf die Bienengarten-Mischung? Ich mach’s mal nicht so spannend und verrate euch gleich: Ja, es hat funktioniert und das auch ohne große Wiesenfläche. Aber nun der Reihe nach!

Aufhängen und Aussäen

Foto: K. Küntzel

Foto: K. Küntzel

Für die Waben habe ich eine schöne Stelle am Balkon ausgesucht. Sie befindet sich etwa drei Meter über der Terrasse und ist nach Süden ausgerichtet. Die Waben sind bereits fertig montiert und können, wenn man die mitgelieferte Aufhängung angebracht hat, direkt an Ort und Stelle befestigt werden. Sie lassen sich einzeln oder kombiniert hängen. Auch hierzu gibt es Verbindungsstücke, die man mit einiger Kraft in die vorgebohrten Löcher in der Rückwand drückt (ohne Zange hätte ich das nicht geschafft!). Auspacken, verbinden und hängen dauert zusammen gerade einmal 30 Minuten. Hätte ich die Zange gleich gefunden, wäre es noch schneller gegangen. Ich freue mich, wie fix das ging, und mache mich an die Kübel.

Foto: K. Küntzel

Foto: K. Küntzel

Unglaublich, wie viel Blumenerde in Baukübel und große Pflanztöpfe passt. Zum Glück hatte ich vorher mehrere große Säcke eingekauft. Erde einfüllen, die Samen in der Tüte durchmischen, aussäen, andrücken und gut angießen. Auch das ist schnell erledigt. Ich bepflanze zwei Baukübel, einen großen Pflanztopf und auch noch zwei Blumenkästen, die gerade frei waren. Kästen und Kübel stehen auf der Terrasse, fünf Flugmeter von den Nützlingswaben entfernt. Ab jetzt heißt es warten.

Erst die Bienen, dann die Blumen

Jeden Tag werfe ich einen Blick auf die Waben und es dauert nicht lange, da fliegen die ersten Insekten heran und prüfen die Behausung. Bald herrscht reges Treiben und die neue Nistmöglichkeit wird gut angenommen. Auf die Blumen muss ich länger warten. Es dauert eine ganze Weile, bis sich das erste Grün zeigt, gedeiht und schließlich Blüten bildet. Wie gut, dass es im Garten genügend andere Bienenweiden gibt, sonst wären die Waben vielleicht gar nicht so gut besucht.

Foto: K. Küntzel

Foto: K. Küntzel

Aber nun entdecken die Wildbienen auch die Kästen, in denen Eisenkraut, Kornblumen, Klatschmohn, Natternkopf und Wiesensalbei erblüht sind, und tummeln sich dort regelmäßig.

Mein Fazit aus dem Test: Auch mit wenig Platz und geringem Zeitaufwand lässt sich die Situation für Wildbienen und andere Nützlinge verbessern. Von den auf der Packung angegebenen Wildblumen wachsen bei mir bisher aber nur wenige Arten. Ob das daran liegt, dass ich die Samen nicht gut genug gemischt habe? Da ich noch welche übrig habe, werde ich sie bei nächster Gelegenheit noch säen und mal schauen, welche Pflanzen sich dann so zeigen.

*Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung der Firma Neudorff*

Habt ihr Lust bekommen, auch etwas für die Wildbienen zu tun? Die getesteten Produkte findet ihr hier:

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