Hallimasch & Mollymauk

Natur und so

Kartoffelernte und Schneckeneier

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Foto: K. Küntzel

Foto: K. Küntzel

In Ermangelung eines großen Beetes habe ich auch dieses Jahr wieder Kartoffeln im Kübel und in Säcken gepflanzt. Wenn man mal davon absieht, dass die Ernte dann naturgemäß nicht bombastisch ausfallen kann, ist das eine super Möglichkeit, um eigene Kartoffeln zu ernten. Jetzt war es soweit und ich habe mir die Grabegabel und die Gartenhandschuhe geschnappt und die Knollen ausgebuddelt.

Vorsichtig graben

Leider war die Erde im Kübel sehr nass. Das Herumwühlen darin ist dann trotz Gartenhandschuhen nicht sehr vergnüglich.

Foto: K. Küntzel

Foto: K. Küntzel

Die Erde klebt am Handschuh, kurz darauf an der Hose und zu guter Letzt auch noch an der Kamera, mit deren Hilfe ich mein Treiben dokumentiere. Und die Kartoffeln kleben an der Erde. So wird das nichts. Ich hole mir eine Plane und kippe den Kübel kurzerhand darauf aus. Die Erde ausbreiten, mit der kleinen Harke vorsichtig durchfurchen (schließlich soll meine Ernte unbeschädigt und schön das Licht der Erde erblicken) und die gelben Knollen heraussammeln – geht doch! Die Kartoffeln kommen in den Korb und die Erde wandert zurück in den Kübel zur späteren Verwendung. So war zumindest der Plan. Doch dann habe ich noch etwas in der Erde entdeckt: klein, rund, gelb und platzt beim Draufdrücken. Das wird doch nicht …

Schneckenalarm

Foto: K. Küntzel

Foto: K. Küntzel

Wird es doch! Die gelben Dingerchen sind nämlich Schneckeneier. Schon den ganzen Sommer über hatten sich die Nacktschnecken auf den Kartoffelblättern herumgetrieben und alles kahl gefressen. Und jetzt haben sie dort auch noch ihre Eier in die Erde gelegt. Und nun? Alle Eier aus der Erde pulen? Das ist mir zu mühsam und außerdem ist die Wahrscheinlichkeit groß, eine Menge Eier zu übersehen. Stattdessen verteile ich die Erde dünn auf den Beeten und unter der Hecke. Angeblich sollen sich dann die Vögel und die Igel über eine kleine Zwischenmahlzeit freuen. Mir kann das nur recht sein, denn eine eigene Schneckenzucht war noch nie mein erklärtes Ziel. Ich bleibe da lieber den Kartoffeln treu: den runden, länglichen und denen, die aussehen wie die Spitze von Neptuns Dreizack.
Autorin: Karolin Küntzel

 

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Karolin Küntzel

Jahrgang 1963, ist freiberufliche Autorin, Dozentin und Kommunikationstrainerin. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Weiterbildungsmanagement in Berlin und war lange Zeit in der freien Wirtschaft tätig. Seit 2006 ist sie selbstständig, unterrichtet und schreibt Sachbücher für Kinder und Erwachsene. Ihre Wissbegier hat sie quasi zum Beruf gemacht. Sie lebte mehrere Jahre alleine in einem Haus im Wald, mehrere Wochen mit einer kleinen Crew auf einem Schiff auf dem Atlantik und bezeichnet sich selbst als überzeugte Rausgängerin. Sie sieht gerne unter Steinen nach. Mehr Infos unter: www.karibuch.de

Autor: Karolin Küntzel

Jahrgang 1963, ist freiberufliche Autorin, Dozentin und Kommunikationstrainerin. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Weiterbildungsmanagement in Berlin und war lange Zeit in der freien Wirtschaft tätig. Seit 2006 ist sie selbstständig, unterrichtet und schreibt Sachbücher für Kinder und Erwachsene. Ihre Wissbegier hat sie quasi zum Beruf gemacht. Sie lebte mehrere Jahre alleine in einem Haus im Wald, mehrere Wochen mit einer kleinen Crew auf einem Schiff auf dem Atlantik und bezeichnet sich selbst als überzeugte Rausgängerin. Sie sieht gerne unter Steinen nach. Mehr Infos unter: www.karibuch.de

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