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Lechuza Cascadino: Ein Topf – viele Möglichkeiten

| 3 Kommentare

Foto: K. Küntzel

Foto: K. Küntzel

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Wir mögen Töpfe mit Bewässerungssystem. Das entlastet uns beim Gießen und bisher sind unsere Pflanzen in den von uns benutzten Gefäßen auch gut über die Runden gekommen. Ein sprichwörtlicher grüner Daumen ist also keine Voraussetzung für prächtige Petersilie und Primeln. Neu bei uns und testweise im Einsatz ist nun Lechuzas Cascadino. Allein der Name klingt doch schon so, als würden Basilikum und Co. darin sagenhaft gedeihen. Ob der Name hält, was er verheißt, haben wir nun in einem Nord-Süd-Kräuter-Obst-Test herausgefunden.

PON – was ist das?

Foto: K. Küntzel

Foto: K. Küntzel

Lechuza versorgte uns mit zwei Cascadinos. Ein Topf kam in München an, der andere in Lübeck. Mit im Paket (und deshalb war es so schwer) war PON. Was ist das?, fragte Johanna, als ich von der Ankunft meines Paktes berichtete. Hinter dem Namen verbirgt sich ein Pflanzensubstrat aus Zeolith, Waschbims, Lava und einem Dünger. Darin sollen die Pflanzen optimal versorgt sein. Na, mal sehen! Bei der Bepflanzung entschieden wir uns für Erdbeeren im Norden und Kräuter im Süden. Und dann ging es los.

Pflanzen: fünf plus eins

Der Topf erinnert mit seinen Ausbuchtungen an Erdbeertöpfe. Fünf Buchten bieten Platz für fünf Pflanzen und eine oder zwei kommen sozusagen als krönender Abschluss obendrauf.

Foto: K. Küntzel

Foto: K. Küntzel

Bei den Kräutern habe ich mich für Oregano, Thymian, Rosmarin, Salbei, Currykraut und wegen der tollen Farbe für eine Naschpeperoni entschieden (ja, ich weiß, das ist kein Kraut, sondern ein Gemüse). Ich hatte außerdem noch Petersilie, Dill, Estragon, Basilikum und Liebstöckel eingekauft. Die jetzige Zusammenstellung kam zustande, weil sich nicht alle Pflanzen untereinander vertragen. Basilikum mag keinen Dill, Dill mag keinen Estragon und der wiederum steht nicht auf Petersilie. Nur Salbei mag alle! Ich habe meine Kräuter eine ganze Weile hin und her sortieren müssen, bis ich eine Gruppe hatte, die sich verträgt. Dann ging es endlich ab in den Topf, der mit wenigen Handgriffen einsatzbereit war.

Im zweiten Versuch

Foto: K. Küntzel

Foto: K. Küntzel

Zusammen mit dem Topf und dem PON gab es eine Pflanz- und Gießanleitung. Trotzdem habe ich zwei Versuche gebraucht, bis ich zufrieden war. Am Anfang war zuviel PON im Topf und rieselte aus den Seitenlöchern wieder heraus. Außerdem sah die Einteilung der Kräuter doof aus (hängende Kräuter wirken in der Pole-Position irgendwie liederlich!) und ich musste noch mal umsortieren. PON raus, mehr Pflanzerde rein, die Aufrechten nach oben, die Hängenden in die Seitenlöcher. Das ist das Ergebnis! Schön, oder? Der Münchner Cascadino steht im Freien (entfernt dafür unten den Stöpsel, damit das Regenwasser ablaufen kann) und macht sich super. Die Pflanzen sehen von Tag zu Tag besser darin aus und die Bewässerungsanzeige warnt zuverlässig vor Trockenheit.

Foto: J. Prinz

Foto: J. Prinz

Erdbeeren in Lübeck

Regionswechsel! Autorenwechsel. Wir gucken uns an, wie sich der Cascadino im hohen Norden macht. Mein Balkon hat nämlich ein Luxusproblem: viel Wind. Was für mich im heißen Sommer super ist, weil man beim Draußensitzen nicht verkocht, ist für die Pflanzen “geht so”. Für die Tomaten ist es toll, denn die trocknen nach einem Regenguss schneller und kriegen weniger Braunfäule, habe ich mir sagen lassen. Aber der Rest der Bande kriegt hauptsächlich trockene Erde in ihren Töpfen. Da weht einfach zuviel Wind drüber und dann muss man ewig hinterhergießen. Der Topf mit Bewässerungssystem kam also gerade rechtzeitig, denn ich wollte Erdbeeren pflanzen. Was für ein Luxus, dieses Wasserreservoir! Ich muss zwar immer noch ein Auge auf den Wasserstandsanzeiger haben, aber seltener und jetzt sitze ich auf einmal nicht mehr im Büro und bemitleide meine Balkonerdbeeren. Die Bepflanzung ging genauso einfach, wie bei Karolins Kräutern. Nur dass ich nicht aufpassen musste, welche meiner Pflanzen sich untereinander mögen. Und dann stellte sich plötzlich heraus, dass der Cascadino noch viel mehr kann, als nur bewässern!

Foto: J. Prinz

Foto: J. Prinz

Erdbeeren ohne Schimmel

Damit hatte ich gar nicht gerechnet! Aber offenbar schimmeln Erdbeeren nicht so schnell, wenn man sie in den Luchuza-Topf pflanzt. Ich habe jedenfalls meine Erdbeeren aus Versehen so geschickt in den Topf gesetzt, dass jetzt die reifen Erdbeeren über den Rand nach unten hängen. Keine Frucht liegt so auf der nassen Erde und setzt Schimmel an. Ich habe den direkten Vergleich: die Erdbeeren, die ich in Balkonkästen gepflanzt habe, schimmeln wenn ich sie nicht schnell genug “finde”. Die Erdbeeren im Cascadino nicht, denn die hängen ja frei.

Für jemanden wie mich, der nicht jeden Tag penibel nach erntereifen Früchten sucht (sondern nur, wenn welche für den Joghurt gebraucht werden), ist das echt super. Was also das Nord-Fazit angeht: Top! Wohnt ihr zufällig in Süddeutschland und wollt auch Erdbeeren haben? Oder in Norddeutschland und wollt Karolins Kräutertopf nachpflanzen? Wir können den Lechuza Cascadino ohne Bedenken empfehlen. Es gibt ihn in verschiedenen Größen (wir haben den kleinen) und in verschiedenen Farben (wir haben ihn in schiefergrau), da ist also für jeden etwas dabei. Es gibt ihn sogar als Ampelsystem zum Hängen. Schreibt uns doch mal in die Kommentare, was ihr so gepflanzt habt.

Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung der Firma Lechuza.

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Karolin Küntzel

Jahrgang 1963, ist freiberufliche Autorin, Dozentin und Kommunikationstrainerin. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Weiterbildungsmanagement in Berlin und war lange Zeit in der freien Wirtschaft tätig. Seit 2006 ist sie selbstständig, unterrichtet und schreibt Sachbücher für Kinder und Erwachsene. Ihre Wissbegier hat sie quasi zum Beruf gemacht. Sie lebte mehrere Jahre alleine in einem Haus im Wald, mehrere Wochen mit einer kleinen Crew auf einem Schiff auf dem Atlantik und bezeichnet sich selbst als überzeugte Rausgängerin. Sie sieht gerne unter Steinen nach. Mehr Infos unter: www.karibuch.de

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Autor: Karolin Küntzel

Jahrgang 1963, ist freiberufliche Autorin, Dozentin und Kommunikationstrainerin. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Weiterbildungsmanagement in Berlin und war lange Zeit in der freien Wirtschaft tätig. Seit 2006 ist sie selbstständig, unterrichtet und schreibt Sachbücher für Kinder und Erwachsene. Ihre Wissbegier hat sie quasi zum Beruf gemacht. Sie lebte mehrere Jahre alleine in einem Haus im Wald, mehrere Wochen mit einer kleinen Crew auf einem Schiff auf dem Atlantik und bezeichnet sich selbst als überzeugte Rausgängerin. Sie sieht gerne unter Steinen nach. Mehr Infos unter: www.karibuch.de

3 Kommentare

  1. Danke für den Test. Den Kräutertopf wollte ich schon immer mal ausprobieren.

    Ich hab im ganzen Haus Lechuzza-Töpfe und möchte sie nicht mehr missen. Die vielleicht etwas teurere Anschaffung lohnt sich, denn die Pflanzen explodieren regelrecht und strotzen vor Gesundheit.

    Den Casadino werde ich mir auf jeden Fall besorgen.

    LG
    Elli

    • Liebe Elli,
      wir sind auch mehr als zufrieden. Mein Salbei wächst darin wie wild und auch die anderen Kräuter wuchern den Topf langsam zu. Schön ist das!
      Viele Grüße
      Karolin

      • Und ich kriegte schon vor Monaten ein zartes Primelchen geschenkt, also die Sorte von Pflanzen, die ich üblicherweise innerhalb von zwei Wochen “totpflege”. Eine Freundin schickte mir noch die gute Mahnung: “Von unten gießen!” und ich setzte das Pflänzchen in den Lechuza Kräuterwürfel. Und was soll ich sagen? Das Primelchen ist heute eine waschechte Primel und braucht demnächst einen größeren Topf. Das wird dann auf jeden Fall wieder ein Lechuza!

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