Hallimasch & Mollymauk

Natur und so

Was aus Kaulquappen alles werden kann

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Eine unserer Kolleginnen hat einen Gartenteich. Wenn ich es richtig verstanden habe, hat sie sogar zwei Teiche. (Wie dekadent!) Und in beiden gab es dieses Jahr massenhaft Kaulquappen. Die Kollegin sagt, sie wüsste gerne mal, was daraus wird. Offenbar hat sie häufigen Amphibien-Besuch im Garten und jeder könnte so ein Gelege dagelassen haben.

Die Kollegin ist übrigens rührend zu ihren Kaupquappen. Sie rettet welche, die sich auf Seerosenblättern festgeschwommen haben und ist auch sonst total rücksichtsvoll. Ich finde, sie dürfte ruhig wissen, was sie dafür so zu erwarten hat. Mal sehen, was da so in Frage kommt.

Foto: pixabay.com

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Frösche
Das Gelege von Fröschen sieht aus wie durchsichtiger Glibber mit schwarzen Pünktchen drin und die Kollegin meint, sowas hatte sie im Teich. Die Kaulquappe muss sich aus diesem Glibber heraus kämpfen, wenn sie so weit ist. Dazu benutzt sie ein Enzym, dass die Schleimhaut aufweicht. Anschließend hält sie sich ausschließlich im Wasser auf. Unsere Kollegin erzählt immer, wie neugierig sich die Kaulquappen am Teichrand sammeln, wenn sie dort Gießwasser holt. Ganz anders als die Feuerwanzen, die ich neulich fotografieren wollte. Ob das so schlau ist?

 

Foto: pixabay.com

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Kröten
Ganz sicher ist sich die Kollegin übrigens nicht wegen der Frösche. Sie hat nämlich auch schon Kröten in ihrem Garten gesehen. Rein theoretisch könnten die Kaulquappen also auch Mini-Kröten sein. Das vom „Beckenrand“ aus zu unterscheiden ist gar nicht so einfach und wir haben uns darauf geeinigt, dass niemand bei der Kollegin in den Teich steigt. Wir warten einfach ab. Es spricht allerdings einiges dafür, dass sie in ihrem Garten Frösche und Kröten hat. Die kleinen Frösche sind nämlich schon fertig und sehen…ja…aus wie Frösche.

Unken
Ganz sicher hat unsere Kollegin aber keine Unken in ihrem Garten. Nicht dass sie wüsste jedenfalls. Ich finde das schade, denn die haben so schön leuchtende Bauchfarben. Das hätte tolle Blog-Fotos ergeben! Den Unkenreflex seht ihr auf diesem Foto: Erschreckt sich eine Unke, legt sie sich auf den Rücken und zeigt ihre schrille Unterseite. Gleichzeitig bildet sie ein giftiges Sekret. Vielleicht lassen wir das auch einfach mit den Blog-Fotos.

Molche?
Könnten aus den Kaulquappen auch Molche werden? Oh, jetzt wird’s spitzfindig: Es könnte natürlich durchaus sein, dass auch ein paar Molche ihr Gelege in diesem Gartenteich abgelegt haben. Gesichtet wurden wohl schon welche. Doch egal wie sehr die Larven auch aussehen wie Kaulquappen, sie heißen nicht so. Egal also, was aus den Kaulquappen unserer Kollegin am Ende wird. Molche jedenfalls nicht!

 

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Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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Autor: Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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