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Natur und so

Wie heißen die Flossen am Wal?

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Ich schreibe gerade an meinem zweiten Buch über Wale. Und abgesehen davon, dass mir das Thema immer noch einen Riesenspaß macht, fällt mir auf, dass man bei Kinderbüchern immer ganz von vorne anfangen muss. Ich darf all die Klugscheißer-Fakten anbringen, die ich kenne und das ist auch noch so gewollt. Fünfjährige haben schließlich einen ganz anderen Erfahrungshorizont. Die wissen einfach nicht, dass Wale keine Fische sind. Und die wissen auch viele andere Sachen noch nicht. Aber mal ehrlich: Wir Erwachsenen wissen ja auch manches nicht – ich jedenfalls. Aber die Walflossen, die kenne ich! Testet euch doch mal kurz selbst: Wisst ihr eigentlich wie die alle heißen?

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Die Flipper

Die Brustflossen der Wale heißen Flipper. Die älteren unter uns (ich inklusive) erinnern sich vielleicht noch daran, dass es da mal eine Fernsehserie mit einem Delfin namens „Flipper“ gab. Die jüngeren Leser runzeln jetzt vermutlich die Stirn und fragen sich, wie das den sein kann: eine Fernsehsendung, in der keiner vor einer Jury singt und in der Tiere vorkommen? Guckt das jemand? Aber egal, wo war ich? Die Flipper. Karolin hat ja schon mal was zu den Flippern des Buckelwals geschrieben. Die Brustflossen der Wale können zum Steuern benutzt werden und manchmal auch zum Bremsen. Wenn ein Wal unter Wasser so eine elegante Spirale schwimmt, dann benutzt er dafür die Flipper.

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Die Fluke

Die Schwanzflosse der Wale heißt Fluke. Sie steht waagerecht, also quer, im Wasser. Wenn der Wal schwimmt, schlägt sie auf und ab. Der Wal stößt sich mit der Fluke sozusagen am Wasser ab und schiebt sich dadurch vorwärts. Wenn wir Schwimmflossen benutzen machen wir es genauso, nur dass wir unsere beiden Füße abwechselnd benutzen. Je nach Walart ist die Fluke unterschiedlich geformt. Bei einigen Arten ist sie an der hinteren Kante fast gerade und hat bloß eine kleine Kerbe. Bei anderen Walen ist die Kerbe in der Mitte richtig tief und die beiden Enden der Fluke sind geschwungen.

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Die Finne

Auf dem Rücken einiger Wale sitzt die Finne. Ihr kennt sie vor allem von Delfinen und Schwertwalen (die streng genommen auch Delfine sind). Für schnell schwimmende Wale ist die Finne besonders wichtig. Sie sorgt dafür, dass der Walkörper stabil im Wasser liegt und sich nicht hin und her dreht. Die Finne eines männlichen Schwertwals kann länger als 1,50 m werden – manche Quellen sagen sogar: 1,80 m. Die der Weibchen bleiben kleiner. Da die Schwertwale alle zusammen schwimmen, also etwa gleich schnell, liegt der Schluss nahe, dass die hohe Finne der Männchen nicht nur mit der Stabilität zu tun hat, sondern vermutlich auch irgendeine Art Schönheitsideal bedient. Wenn das mal bei uns Menschen auch so einfach wäre.

 

Mehr über Wale findet ihr übrigens in Karolins und meinen Büchern:

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Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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Autor: Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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