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Wir testen ein Igelhaus – Teil 2

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Foto: G.H. Wisotzki

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Unser heutiger Beitrag über Igelhäuser wird schwarz-weiß. Wenn euch das Novemberwetter auf die Nerven geht und ihr lieber was Buntes haben wollt, lest doch lieber Teil 1 dieses Beitrags oder gleich ganz Karolins Artikel darüber wie man ein Igelhaus selber bauen kann. (Damit kommt ihr auch gleich noch vor die Tür!) Doch wenn ihr trotz Graustufen wissen wollt, wie es in Brittas und Hennings Garten mit unserem Igelhaus-Test weitergegangen ist, erfahrt ihr heute, was eigentlich nachts so los ist am Igelhaus der Firma Neudorff.

Nochmal zur Erinnerung: Wir haben aus reiner Neugier ein Igelhaus in einen Garten gestellt, in dem Igel herumlaufen. Nur um zu sehen, was passiert. Gartenbesitzer und Igelhausaufbauer Henning ist zum Glück auch noch technikbegeistert und macht unseren Test viel weniger langweilig.

Foto: G. H. Wisotzki

Foto: G. H. Wisotzki

Nachtsichtkamera an!

Unter normalen Umständen würde man nämlich bloß das Igelhaus aufstellen und…ja, was? Am nächsten Tag gucken, ob es noch da ist? Ich kann tatsächlich offiziell vermelden, dass der Igel das Haus in der Nacht nicht davongetragen hat. Aber was noch interessanter ist: An so einem Igelhaus ist mitten in der Nacht unglaublich viel los! Ich meine, guckt doch mal: da läuft ein Reh vorbei. Ein Reh! Ich bin begeistert und gleichzeitig nicht begeistert. “Hau ab!”, denke ich. “Da soll der Igel hin!” Noch viel mehr tun mir Britta und Henning leid. Ob ein knospenfressendes Reh schlimmer ist als ein mulchscharrendes Huhn?

Foto: G.H. Wisotzki

Foto: G.H. Wisotzki

Katzen raus!

Noch etwas anderes hat sich bei unserer nächtlichen Überwachungsaktion gezeigt: Das Neudorff-Igelhaus hält Katzen ab. Wir waren ja beim Aufbau des Häuschens so angetan vom Labyrintheingang, durch den sich eine normalgroße Katze nicht durchschlängeln kann. Unsere Spionagekamera zeigt: die Nachbarskatze schaffte es tatsächlich nicht. Es gibt zwar auch Beweisfotos, auf denen sie bis zur Schwanzspitze im Igelhaus steckt, aber offenbar kann sie dann wirklich nicht weiter. Fraglich ist, wie weit sie mit der Pfote ins Haus hineingreifen kann, aber so ein Igel hat ja immerhin noch Stacheln.

Foto: G. H. Wisotzki

Foto: G. H. Wisotzki

Geht der Igel rein?

Unsere Hauptfrage war ja: schreckt das Igelhaus irgendwie ab? Nö. Außer, dass der Igel jetzt vielleicht denkt, er sei in das Haus der Familie Neudorff reinspaziert – steht ja schließlich außen dran – hat das Igelhaus offenbar nichts Bedrohliches. Unser Testigel fand es im Gegenteil sogar ziemlich spannend. Mehrere Nächte lang hat er es von allen Seiten angesehen und sich anscheinend überhaupt nicht gewundert, dass da plötzlich was im Weg stand. Auf dem Bild rechts sitzt er sogar drin. Unser nächster Beitrag über das Igelhaus wird der letzte sein. Dann berichten wir euch, ob der Igel ein- oder weitergezogen ist.

 

Und wer jetzt neugierig geworden ist und den Test nachmachen will, findet Igelhaus und ein ähnliches Modell wie Hennings (leider schon ausverkaufte) Nachtsichtkamera hier:

*Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung der Firma Neudorff*

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Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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Autor: Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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