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Natur und so

1000 Tiere – ein Buch für Neugierige

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Foto: J. Prinz

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Auf meinem Schreibtisch liegt seit geraumer Zeit ein Buch, dass ich unbedingt hier im Blog vorstellen wollte. Auch Karolin hat einen neugierigen Blick hineingeworfen, bevor sie dann zum Einsiedlerkrebs wurde und ihr Haus gewechselt hat. Zusammen blätterten wir die Seiten um und „ooohten“ und „aaahten“ über die gezeigten Tiere. Das Buch von dem ich spreche ist „1000 Tiere“ aus dem Usborne Verlag.

Jeder von uns kennt doch diese Zeigebücher, die man Babys schenkt. „Ein Hund“, sagt man dann oder „wie macht die Kuh?“. Für alle, die davon genervt sind, gibt es dieses Buch. Dort werden nämlich Tiere gezeigt, die…exotischer sind.

Foto: J. Prinz

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Die „1000 Tiere“ mit den Illustrationen von Nikki Dyson sind genau das: Tiere. Auf jeder Seite leuchten einem verschiedene gezeichnete Tiere entgegen, und zwar nicht die üblichen Hühner, Hasen und Hunde, sondern Tiere aus aller Welt. Eltern, die mit ihren Kindern Frühförderung betreiben wollen, werden das Buch lieben. Ich finde ja auch, es ist nie zu früh, seinem Kind Worte wie „Smaragdskink“, „Sternmull“ oder „Großohr-Riesengalago“ beizubringen. Das passende Bildchen gibt es gleich dazu.

Als Biologin bin ich total begeistert. Welches Kinderbuch traut sich sonst schon, Tiere wie den Schmallippigen Pfeifhasen oder eine Zebramuräne zu zeigen? Selbst die Seite „Auf dem Bauernhof“ enthält endlich mal spezifische Tiere.

Foto: J. Prinz

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Aus der „Ente“ wird die „Rouen-Ente“, aus dem „Schwein“ das „Gloucester-Old Spots Schwein“. Auf der Haustierseite findet man keinen einzigen „Hund“, aber stattdessen einen Greyhound, einen Welsh Terrier und einen Cockerspaniel. Nehmt eure Kinder ruhig ernst!

Natürlich gibt es auch ein paar Sachen, bei denen ich (als Biologin) zusammenzucke. Eine Seite trägt zum Beispiel die Überschrift „Schwarz-weiße Tiere“.

Foto: J. Prinz

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„Was soll das denn für eine Tiergruppe sein“, denke ich. „Eine zoologisch-systematische ja wohl nicht“. Ist aber auch egal! Denn auf der schwarz-weißen Seite sieht man Tiere wie den Großen Panda, das Weißnackenwiesel und den Honigdachs. Fantastisch! Da stört es auch nicht, dass einige Tiere in dem Buch „übersetzte“ Namen haben. Die „Violette Streifenqualle“ auf Seite 15 zum Beispiel, hat im deutschen irgendwie keinen richtig gängigen Namen. Im englischen heißt sie aber „purple-striped jelly“ und das wurde bei der Übersetzung des englischen Originals wörtlich übernommen.

Foto: J. Prinz

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Aber wer achtet schon auf sowas? Irgendwie muss das Tier ja schließlich heißen und falsch ist es nicht. Sogar Karolins Pferdeaktinie ist drin! Wer also seinen Kindern endlich mal richtige Tiere beibringen will, sollte schnell in den nächsten Buchladen rennen. Und wer sich selbst für niedliche, aber trotzdem realistische Tierzeichnungen interessiert ebenfalls. Dann kann man auf der nächsten Party auch erzählen, was ein Baumschwalm ist. Ihr findet ihn auf Seite 6!

 

Das Buch findet ihr für 12,95 Euro hier:

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Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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Autor: Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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