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Natur und so

Biberdamm und Biberburg

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Foto: pixabay.com

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Wir hier im Büro ignorieren die Kälte und wollen nicht wahrhaben, dass der Winter bislang hartnäckig bleibt. Immer noch. Stattdessen träumen wir schon mal von lauen Sommernächten. Das ist – zugegeben – nicht ganz einfach, vor allem, weil gerade der Klimaanlagen-Techniker da war, um unsere Heizungs-/Kälteanlage zu warten. Keine Ahnung, warum man das im „Kalt“-Modus machen muss. Jedenfalls saßen wir hier eine ganze Weile im frostigen Wind, während der Kollege Messungen vornahm. Kommt eigentlich irgendwer bei diesen Temperaturen in Frühjahrsstimmung? Ja: der Biber.

 

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Paarung im Winter

Die Biber müssen bekloppt sein, denn sie paaren sich schon ab Januar. Im Wasser! Aber dank Karolin wissen wir ja, wie dicht der Biberpelz ist. Den Bibern macht es also nichts, wenn das Wasser nur ein paar Grad hat. Und im Mai, wenn die Biberjungen geboren werden, ist es ja auch schon wärmer. Und wir sind beim Thema dieses Blogbeitrags: dem Biberbau, der auch Biberburg heißt.

Die Biberburg

Sobald ein Biber sich irgendwo niederlässt schaut er sich um: Ist hier genug Platz für einen Bau?

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Der braucht tatsächlich ziemlich viel Raum, denn er kann mehr als zehn Meter breit und zwei Meter hoch werden. Der Biberbau wird auch Burg genannt und sieht im Grunde aus, wie ein Asthaufen.

Von überall her tragen die Biber Zweige heran und stapeln sie übereinander – und zwar so geschickt, dass im Inneren ein trockener Hohlraum entsteht. Wenn nötig, graben die Tiere sogar richtige „Wasserfahrrinnen“ in den Boden, in denen sie die Äste schwimmend transportieren. Einfacher wird das allerdings, wenn der Biberfluss kleinere Zuflüsse hat.

 

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Der Biberdamm

Biber können hervorragend schwimmen und tauchen. Ihre Feinde können das nicht. Kein Wunder also, dass die Biber den Eingang zu ihrem Bau unter Wasser verstecken. Das Wasser rundherum ist einfach zu flach? Für die Biber kein Problem. Sie suchen einfach nach einer passenden Stelle an ihrem Fluss und stopfen sie solange mit Baumstämmen und Ästen zu, bis ein Damm entsteht. Der staut das Wasser auf und wenn es steigt, verschwindet der Eingang zum Bau unter der Oberfläche. Steigt das Wasser mal zu hoch, öffnen die Biber den Damm ein Stück und lassen Wasser abfließen. Habt ihr schon mal eine Biberburg gesehen?

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Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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Autor: Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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