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Damwild oder Rotwild: Wo ist der Unterschied?

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Foto: pixabay.com

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In Wildtierparks bekommt man sie häufig zu sehen. Die Rede ist von Hirschen unterschiedlicher Größe. An den Gehegen findet man dann oft eine Tafel mit dem Namen der Hirschart. Rotwild steht dann da zum Beispiel oder Damwild. Pech nur, wenn die abgezäunten Gebiete mit den darin verstreuten Tieren nicht direkt nebeneinanderliegen, denn dann ist es schwer, die Unterschiede zu erkennen. Ich jedenfalls wusste oft nicht, welchen Hirsch ich da gerade vor mir hatte. Weil es (hoffentlich!) nicht nur mir so geht, habe ich heute mal die wichtigsten Unterschiede und Merkmale zusammengetragen.

Klein, größer, mächtig

Die drei bei uns bekanntesten Hirscharten sind Rehe, Damwild und Rotwild. Bei allen drei Arten tragen die Männchen ein Geweih. Rehe sind kleine Hirsche. Sie wirken eher zierlich und erreichen eine Schulterhöhe von ungefähr 70 bis 80 Zentimeter.

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Damhirsche sind mit einer Schulterhöhe von ca. 90 Zentimetern etwas größer als Rehe. Mächtig erscheinen dagegen die Rothirsche, die zu den größten freilebenden Wildtieren in Mitteleuropa zählen. Mit einer Schulterhöhe von durchschnittlich 130 Zentimetern ragen sie mit ihrem Kopf und dem großen Geweih deutlich über einen Erwachsenen hinaus. Imposant!

Gabel oder Schaufel?

Dam- und Rotwild könnt ihr auch gut an ihrer Geweihform unterscheiden. Die kleineren Damhirsche haben ein breites schaufelförmiges Geweih, mit zackenförmigen Enden auf der Rückseite. Rothirsche besitzen ein stark verzweigtes Gabelgeweih mit vielen Enden. Der Kopfschmuck der Rehböcke wird maximal 25 Zentimeter lang und hat in der Regel nur drei Sprossen. Übersichtlich!

Uni oder Flecken?

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Rotwild hat – welche Überraschung – ein rötliches Fell. Allerdings nur im Sommer. Im Winter verändert sich die Fellfarbe in einen grau-braunen Farbton. Das Sommer-Haarkleid der Rehe variiert von Dunkelbraun bis Fahlgelb, wobei die Innenseite der Läufe und der Unterbauch deutlich heller und gelblicher sind. Im Winter verändert sich diese Färbung in Grautöne. Das Damwild erkennt ihr ganz leicht an den weißen Flecken. Im Sommer leuchten sie auf einem hellbraunen Fell, im Winter sind sie annähernd verschwunden und das Fell ist Grau oder Braun. Dann ist auch der markante dunkelbraune Strich, der sich über den Rücken bis zum Wedel zieht, weniger auffällig. Er wird Aalstrich genannt. Lustig!

Probiert das nächste Mal vor dem Wildtiergehege aus, ob ihr mit diesen Unterscheidungsmerkmalen die Tiere korrekt benennen könnt. Eigentlich ist es nämlich ganz einfach: Hat es Flecken oder Schaufeln? Dann ist es ein Damhirsch. Hat es das nicht, ist es ein Rothirsch, wenn es ein großes Geweih hat und bullig wirkt. Ist es auf kitschigen Gemälden zu sehen und röhrt in der Berglandschaft, ist es ebenfalls ein Rothirsch. Trifft nichts davon zu, ist es wahrscheinlich ein Reh.

Autorin: Karolin Küntzel

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Karolin Küntzel

Jahrgang 1963, ist freiberufliche Autorin, Dozentin und Kommunikationstrainerin. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Weiterbildungsmanagement in Berlin und war lange Zeit in der freien Wirtschaft tätig. Seit 2006 ist sie selbstständig, unterrichtet und schreibt Sachbücher für Kinder und Erwachsene. Ihre Wissbegier hat sie quasi zum Beruf gemacht. Sie lebte mehrere Jahre alleine in einem Haus im Wald, mehrere Wochen mit einer kleinen Crew auf einem Schiff auf dem Atlantik und bezeichnet sich selbst als überzeugte Rausgängerin. Sie sieht gerne unter Steinen nach. Mehr Infos unter: www.karibuch.de

Autor: Karolin Küntzel

Jahrgang 1963, ist freiberufliche Autorin, Dozentin und Kommunikationstrainerin. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Weiterbildungsmanagement in Berlin und war lange Zeit in der freien Wirtschaft tätig. Seit 2006 ist sie selbstständig, unterrichtet und schreibt Sachbücher für Kinder und Erwachsene. Ihre Wissbegier hat sie quasi zum Beruf gemacht. Sie lebte mehrere Jahre alleine in einem Haus im Wald, mehrere Wochen mit einer kleinen Crew auf einem Schiff auf dem Atlantik und bezeichnet sich selbst als überzeugte Rausgängerin. Sie sieht gerne unter Steinen nach. Mehr Infos unter: www.karibuch.de

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