Hallimasch & Mollymauk

Natur und so

Die Superohren der Eule

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Foto: pixabay.com

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Gerade sitze ich an einem neuen Kinderbuch über Eulen. Der Text ist fertig und meine geniale Außenlektorin hat schon die gröbsten Sprachschnitzer ausgebügelt und Doppelinformationen umsortiert. Heute habe ich nochmal alles gelesen, damit das Buch zurück zum Verlag kann. Und dabei bin ich spontan an einem Kapitel hängengeblieben. „Eulen und ihre Ohren sind schon cool!“, dachte ich. Denn Eulen haben richtige Superohren!

Die sieht man zwar von außen nicht, aber deshalb sind sie ja trotzdem vorhanden. Die Ohren der Eulen sitzen etwa auf Höhe der Augen. Es sind kleine Löcher, die von den Federn verdeckt werden.

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Das Besondere: Ein Ohr sitzt bei der Eule immer höher als das andere. So erkennt sie, ob ein Geräusch über oder unter ihr ertönt, denn ein Ohr reagiert für einen Sekundenbruchteil schneller. Und dann ist der Kopf der Eule auch noch ungewöhnlich breit. Das Rascheln einer Maus erreicht also auch eine Kopfseite früher als die andere. Wenn man so will, kann eine Eule also 3D hören: oben – unten, links – rechts.

Erinnert ihr euch noch an unseren Beitrag über den besonders leisen Flug der Eule? Sie schleicht sich praktisch in der Luft an ihre Beute heran. Mit ihren Superohren kann sie dabei gleichzeitig fliegen und horchen.

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Und was ist mit Uhus oder Waldohreulen? Die haben doch so komische Federpuschel auf dem Kopf. Wofür sind die dann gut? Schaut beim nächsten Mal genau hin, wenn ihr im Zoo einen Uhu seht. Ist er entspannt oder schläfrig, zeigen die Federohren zur Seite. Ist er hellwach oder aufgeregt, richtet er die Federn auf. Forscher vermuten also, dass die Tiere mit den Federn am Kopf kommunizieren.

Im Moment ist es in Lübeck so heiß, dass ich gerne mal wieder ein Erdmännchen wäre. Da wären Federohren total praktisch. Ich würde sie einfach den ganzen Tag über hängen lassen und damit allen anderen schon von Weitem sagen: „Geht weg, ich bin müde!“ Das wäre aber schade, denn so würden mir ja auch die netten Kollegengespräche entgehen, die sich zwischen Tür und Angel ergeben. Ich bin ja froh, dass die keine Federohren haben!

 

 

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Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

Autor: Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

4 Kommentare

  1. Naja…
    Ob ich mit dem Artikel zufrieden bin???

    Wenn ich Sterne vergeben könnte werden es:⭐️⭐️⭐️
    Wenn überhaupt… Sry
    Mir fehlt ein Bild und ein Text der mir mehr zu den Eulen erklärt, und ernsthaft… wenn interressiert schon ob sie gerne ein Erdmännchen wären???
    Mir FEHLEN INFOS!!!!
    ??????
    Sorry und Tschüss
    PS: Ich arbeite an einem Referat für wenn die Schule wieder losgeht…
    Und denken sie ich bekomme eine gute Note wenn ich erzähle das sie gern ein Erdmännchen wären????
    NEIN!!!
    Und ich dachte die Seite hilft mir?
    Also jetz wirklich Tschau und ich glaub auf Nimmerwiedersehen!!!!

    • Oje, das Gefühl kenne ich: da will man Informationen zu einem Thema sammeln und dann findet man nur so blöde Bruchstücke! Kenn ich! Das ist aber leider (auch für mich als Autorin) ganz normal und gehört dazu. Du bist hier praktisch mitten in einen streng geheimen Club gestolpert: von Leuten, die Informationen lieber ganz schnell haben wollen. (Dazu gehören so ziemlich alle Sachbuch-Autoren und jetzt auch du.)

      Hier sind ein paar Tipps, wie das mit den Informationen klappen könnte, ohne dass man sich totärgert:

      – Manchmal muss man an verschiedenen Orten suchen. In diesem Blogbeitrag steht zum Beispiel etwas über die Federohren der Eule und über das 3D-Hören. Wenn du aber noch etwas über andere Themen wissen willst, muss du auch noch woanders nachschauen. In den seltensten Fällen hat eine Quelle alle Infos. (Und oft ist es auch nicht gut, sich nur auf eine Quelle zu verlassen.)

      – Die so genannten „Verweise“ sind dein Freund. Wenn zum Beispiel in diesem Beitrag ein Link zum „besonders leisen Flug“ steht … klick doch da mal drauf. Schon hast du wieder eine neue Information. Diesmal zu den besonderen Flügelfedern der Eule und ihrer Jagd. Und so weiter.

      – Suchmaschinen im Internet sind nur halb-schlau. Man muss ihnen ziemlich genau sagen, was man sucht. Wenn man wissen will, wie Eulen brüten, gibt man vielleicht ein „Eulen+Nest“. Wenn man aber genau wissen will, wie die Schleiereule brütet, muss man das auch so eingeben.

      – Wenn alles nichts mehr hilft: Bücher! In meinem Buch „Die Eule“ (Hase und Igel Verlag) stehen ziemlich viele Fakten zu Eulen. Aber Achtung: da geht es wirklich querbeet über alle Eulen. Nicht nur über eine bestimmte Art. Dafür erfährt man etwas über die Nahrung der Eulen, ihre Fortpflanzung, wie junge Eulen aufwachsen und vieles mehr.

      Viel Erfolg mit deinem Referat! Lass dich nicht entmutigen, wenn du nicht sofort alles findest. Das geht uns allen so und ich bin sicher, du kriegst das trotzdem super hin.

  2. Ich muss auch was für die Schule machen und es hilft mir halt einfach gar nicht weiter ich würde wenn möglich 1 bis 1,5 sterne geben.

    • Vielleicht suchst du ja nach anderen Antworten, als wir sie hier im Blog haben? Dann wäre es eine gute Idee, auch noch an anderen Stellen zu suchen. Viel Erfolg! Ich bin sicher, du schaffst das!

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