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Dürfen Hunde Schokolade essen?

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Foto: pixabay.com

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Manche von uns sind ja eher die Weingummi-Esser, andere mögen lieber Schokolade. Wir Schokoladen-Esser sitzen gemütlich auf dem Sofa, auf dem Schoß die Tafel „Ganze Nüsse“ und geben keinem etwas ab. Doch dann passiert es schon mal, zumindest den Hundebesitzern unter uns, dass der Fifi vor der Couch steht und fiept. Ich höre schon den Aufschrei: „Also MEIN Hund bettelt nicht!“, aber darum geht es ja auch gar nicht. Es geht darum: Darf ich meinem Hund ein Stück Schokolade abgeben?

Glaubt man der Werbung ist in einer Tafel Schokolade ja sowieso nur gutes Zeug drin: frische Milch für unsere Knochen, knackige Nüsse mit gesunden Ölen. Und in der dunklen Bitterschokolade sind sogar noch Stoffe drin, die gut für das Herz sind – oder wie war das? Gebe ich also meinem Hund lieber nur die gute Bitterschokolade?

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Die Wahrheit ist: Schokolade solltet ihr eurem Hund nur dann geben, wenn ihr ihn absolut nicht leiden könnt. Denn Schokolade ist für Hunde giftig! Erinnert ihr euch noch an unseren Artikel zur Frage, ob Igel Milch trinken dürfen? Die Antwort war: nein! Und auch beim Hund ist die Antwort nach dem Schokolade essen ganz einfach und eindeutig: Hunde dürfen keine Schokolade fressen. Nie!

Der Grund ist ein Stoff, der in der Schokolade vorkommt und der für Hunde fatale Folgen haben kann. Theobromin heißt der Hundekiller – der für uns Menschen total harmlos ist. Fragt man Tierärzte, können diese ganz schreckliche Geschichten erzählen, von Hunden, die einen übriggebliebenen Schokoweihnachtsmann aufgespürt haben und daran verendet sind. Noch schlimmer: Herrchen oder Frauchen hat es nur gut gemeint und ein Stück (oder drei) von der Schokotafel abgegeben. Je dunkler die Schokolade, desto mehr Theobromin ist enthalten.

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Eine Theobromin-Vergiftung beim Hund sieht wirklich nicht schön aus. Durchfall und Erbrechen sind noch die harmloseren Symptome und können auftreten, wenn über längere Zeiträume kleine Mengen gefüttert werden. Theobromin reichert sich im Hundekörper an. In schlimmen Fällen bekommen die Hunde fiese Krämpfe, die zu Herzversagen führen können.

Das Theobromin aus der Schokolade greift dann das Nervensystem an und verstopft Rezeptoren in der Zellwand, die für die Funktion der Herz-Kreislauffunktionen nötig sind. Wer also bemerkt, dass sein Hund Schokolade gefressen hat, sollte auf dem schnellsten Weg zum Tierarzt fahren.

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Zum Glück, spricht sich die Sache auch bei Neu-Hundebesitzern schnell herum. Die Schokoladen-Liebhaber sitzen dann auf dem Sofa, die Schokotafel auf dem Schoß und geben nichts ab. Sie nutzen das Gefiepe ihres Vierbeiners vielleicht sogar für eine kurze Einheit in Sachen Hundetraining. Und im besten Fall findet sich im ganzen Haus sowieso keine Schokolade, weil die Menschen eher zu den Weingummi-Liebhabern zählen. Ob Hunde allerdings Weingummi fressen dürfen, weiß ich leider wirklich nicht!

 

Wenn Schokolade nicht geht…vielleicht mögen eure Hunde ja das hier:

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Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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Autor: Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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