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Fakten über Piranhas

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Sie kommen in vielen Abenteuerfilmen vor und meistens fressen sie darin den Bösewicht: Piranhas sind dafür berüchtigt, dass sie erbarmungslos kranke Tiere und sympathische Helden in Filmen verfolgen. Dabei machen sie aus Flüssen undurchdringliche Hindernisse und fressen am Ende natürlich doch nur die Bösen. Schlaue Fische halt. Doch was von den Mythen über Piranhas stimmt überhaupt? Und: gibt es nicht noch andere spannende Dinge über sie zu wissen? Wir werfen heute mal einen etwas genaueren Blick auf eine ganze Gruppe, etwas verrufender Fische.

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Viele Fische heißen „Piranha“

Unter dem Begriff „Piranha“ werden mehrere Fischgattungen zusammengefasst, die alle in die große Gruppe der Sägesalmler gehören. Die am weitesten verbreitete Art ist der „Rote Piranha“, der mit seinem roten Bauch auch eine der auffälligeren Arten ist. Piranhas sind südamerikanische Schwarmfische, die in Flüssen leben. Schaut man sie von der Seite an, fällt auf, dass sie eher flach sind. Dafür haben die Tiere aber einen besonders hohen Rücken. Auffällig sind auch die großen Zähne, die wahrscheinlich mit dafür verantwortlich sind, dass man Piranhas lieber aus dem Weg gehen möchte.

 

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Piranhas mögen ihre Gruppe

Es gibt Untersuchungen darüber, wir sich Piranhas verhalten, wenn man sie von ihrem Schwarm trennt. Was dabei herauskam: Piranhas sind nur in der Gruppe stark – was biologisch gesehen natürlich total Sinn ergibt. Einzelne Fische neigen zu Schreckreaktionen und Stressverhalten. Zu mehreren zusammen, reagieren die Tiere auf Störungen jedoch entspannt. Fast so, als wüssten sie, dass sie gemeinsam stärker sind. Vielleicht ist der Hintergedanke aber auch: Wenn ich mit vielen anderen schwimme, wird im Zweifel einer von denen gefressen. Denn ja, auch Piranhas haben Feinde – Kaimane, Greifvögel und Riesenotter zum Beispiel.

 

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Was ist denn jetzt mit den Fressattacken?

Abenteuerfilme erzählen uns, dass man in piranhaverseuchte Gewässer besser nicht reingeht. Und tatsächlich ist das Jagdverhalten der Fische ziemlich rabiat. Sie schießen auf ihre Beute zu, beißen in ihren Körper und schütteln dann ihren Kopf hin und her, um einen Bissen zu lösen. Dabei machen sie Jagd auf andere Fische, aber auch auf Krebse. Staut sich ein Fluss, kann es vorkommen, dass sich die Piranhas in dem engen Gebiet stark vermehren und vor lauter Nahrungsmangel auch mal ein schwaches Wirbeltier angreifen müssen. Unfälle mit Menschen kommen vor, aber sie sind selten und noch seltener tödlich. Eigentlich sind Piranhas sogar sowas wie die Gesundheitspolizei der Flüsse, denn sie beseitigen auch Aas.

Und jetzt: Viel Spaß beim nächsten Abenteuerfilm!

 

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Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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Autor: Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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