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Mammutbäume: feuerfest und gefährdet

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Mammutbäume sind wohl eines der bekanntesten Wahrzeichen der USA. Die nordamerikanischen Baumriesen werden ungewöhnlich hoch, sehr alt und es gibt sie heute deutlich seltener als früher. Die letzten Mammutbäume der Erde stehen in Nationalparks, die quasi „um die Bäume herum“ eingerichtet wurden. Manchmal wachsen die Bäume dort auf so kleinen Flächen, dass man sie zu Fuß ablaufen kann. Zu Mammutbäumen gibt es so spannende Sachen zu erzählen, dass die Auswahl echt schwer fällt. Deshalb heute mal: so viele Faken wie möglich über coole Bäume.

Zunächst mal: Mammutbäume werden sehr hoch und dick: ein Baum im kalifornischen Redwood-Nationalpark ist derzeit 112 Meter hoch. Der berühmte „General Sherman Tree“ hat einen Stammumfang von 31 Metern.

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Wie alt Mammutbäume werden, kann man heute nur schwer bestimmen. Sicher belegen kann man ein Alter von etwa 1500 Jahren. Es wird allerdings geschätzt, dass die ältesten Bäume fast doppelt so alt sein könnten.

Je nachdem wo die Bäume wachsen und zu welcher Art sie gehören, werden sie manchmal höher und niedriger, breiter oder schmaler. Ihre Wurzeln reichen tief in den Boden hinein – wie ein Pfahl, deshalb: „Pfahlwurzler“.

Mammutbäume sind zum Teil so genannte Pyrophyten, also Pflanzen, die sich so entwickelt haben, dass sie den Kontakt mit Feuer überstehen. Dabei hilft zum Beispiel eine besonders dicke, faserige Rinde. Manchen Bäumen sieht man es heute an, dass sie mal einen Waldbrand überstanden haben, aber sie wachsen weiter.

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Und mehr noch: die Zapfen bestimmter Mammutbäume öffnen sich erst wenn ein Waldbrand den Wald ausgedünnt hat. Dann fallen die Samen nämlich auf freie Flächen und haben größere Chancen zu wachsen. Die Asche am Boden dient dann als Dünger. Nachwuchs ist wichtig, denn der Klimawandel macht auch vor Mammutbäumen nicht halt. Die wärmeren Temperaturen fördern das Auftreten bestimmter Borkenkäfer und das kann die Bäume gefährden.

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Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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Autor: Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

Ein Kommentar

  1. Ach wie schön. Ich habe sie alle besucht, die ganz dicken und die ganz hohen. Und dann gibt es noch die ganz alten im Great Basin NP in Nevada. Wenn du vor diesen Bäumen stehst, wird dir erst bewusst, wie klein und unbedeutend du für die Natur bist.
    LG
    Elli

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