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Ranunkeln auf dem Balkon: ein Versuch

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Foto: pixabay.com

Bunt soll es auf dem Balkon werden, hatte ich vor ein paar Wochen beschlossen. Richtig bunt. Eine Mischung wilder Bienensaat hatte ich schon gekauft und wenn man nach der Artenliste auf der Packung geht, werden diese Kübel schon mal ziemlich vielfältig. Doch dann stolperte ich beim Garten-Shopping über die Ranunkel und dachte: Die will ich. Ranunkeln gibt es in vielen Farben, sie sehen im Topf und in der Blumenvase hübsch aus und außerdem dachte ich: Wieso eigentlich nicht? Selbst wenn das mit den Ranunkeln auf dem Balkon spektakulär schief geht, habe ich es wenigstens versucht, nicht war?

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Wie pflanzt man Ranunkeln?

Ranunkeln mögen es halbschattig, können angeblich aber auch Sonne vertragen. Da mein Balkon ordentlich Sonne abbekommt, wird sich zeigen, ob das gutgeht oder doch zuviel des Guten ist. Bestellt habe ich Ranunkel-Knollen. Diese werden ab März nach draußen gepflanzt, nachdem man sie ein paar Stunden in Wasser gelegt hat. Meine Ranunkeln sollen in Balkontöpfe und brauchen Erde, die viel Humus enthält. Außerdem darf man gerne ab und zu nachdüngen. Insgesamt sollte das Substrat locker und durchlässig sein. Das wird ja wohl zu schaffen sein, oder? Und dann: gut feucht halten, aber unbedingt Staunässe vermeiden. Keine Pfützen in den Untersetzern! Das wird spannend.

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Sind Ranunkeln winterhart?

Im Herbst werde ich die Ranunkel-Knollen ausgraben, um sie zu überwintern. Ich bin schon sehr gespannt, denn theoretisch wachsen an den Knollen über den Sommer die so genannten „Brutknollen“. Das sind Knollenableger mit denen die Ranunkel sich vermehrt. Wenn alles gut geht, gibt es im nächsten Jahr also noch mehr Ranunkeln. Die ausgegrabenen Knollen werden dann kühl und trocken gelagert. Vielleicht lege ich sie in eine Holzkiste und stelle sie in den Keller. Oder ich wickele sie in groben, luftdurchlässigen Stoff. Nach dem Winter geht der Ranunkel-Zauber dann wieder von vorne los.

Hat jemand von euch schon mal Ranunkeln auf dem Balkon oder im Garten angepflanzt? Falls ja und ihr euch bei meinen Planungen für den Ranunkel-Sommer die Haare rauft: Tipps und Erfahrungsberichte sind gerne gehört!

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Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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Autor: Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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