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Walhaie: harmlose Riesen

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Foto: pixabay.com

Wenn man von den Urlaubserlebnissen anderer Leute hört, sind die nicht immer ungewöhnlich spannend. Doch wenn man Geschwister hat, die tauchen können, sieht die Sache schon anders aus. „Wir haben Walhaie gesehen“, meldet mein Bruder aus dem Golf von Thailand und sofort bin ich superneidisch. Walhaie! Die kennt man sonst nur aus dem Fernsehen und aus dem Biobuch. Aus dem Fernsehen, weil sie einfach so cool aussehen. Und aus dem Biobuch, weil sie rein zoologisch total interessant sind. Heute deshalb: mehr zum Walhai.

Walhaie sind tatsächlich „richtige“ Haie. Sie sind nur so irre groß, dass ihr Name auch auf einen Wal hindeuten könnte. Aber nein: Walhaie sind echte Fische. Und Wale nicht. Dabei ist der Vergleich gar nicht so abwegig. Walhaie werden um die 13 Meter lang und damit länger als Orcas. Ihre Körperform ist stromlinienförmig, genau wie die der Haie und sie haben auch die typische senkrecht stehende Schwanzflosse.

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Nur das Maul des Walhais sieht nicht sofort nach Hai aus. Es befindet sich vorne am Kopf (statt unterhalb wie etwa beim Weißen Hai) und kann bis zu 1,5 Meter breit werden. Im Gegensatz zu vielen anderen Haien, sieht man beim Walhai nicht sofort mehrere Reihen riesiger Zähne – was daran liegt, dass er sich ganz anders ernährt als andere Haie. Der Walhai frisst nämlich kleine Tiere: Fischlarven, Plankton, Jungfische – sowas eben.

Er filtert seine Nahrung auf ähnliche Weise aus dem Wasser wie die Bartenwale, nur nicht mit seinen Barten (denn die hat er nicht), sondern mit seinen Kiemen. Einen Teil der Beute kann er mit seinen winzigen Zähnen festhalten. Von denen hat er sehr viele und sie sind so angeordnet, dass sie eine Art Reibeisen bilden.

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Für Taucher ist der Walhai ungefährlich, es sei denn man schwimmt zu nah heran. Die riesigen Flossen will man nun wirklich nicht aus Versehen abbekommen. Während ich überlege, ob ich mir den Tauchkurs wirklich antun will, plant mein Bruder schon die nächste Tauchreise.

Vielleicht gehe ich ja auch einfach mal wieder in den Wald. Da kann man schließlich auch sehr hübsche Tiere sehen…

 

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Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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Autor: Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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