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Natur und so

Warum summen Mücken?

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Foto: pixabay.com

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Die ersten Mücken sind unterwegs. Bei uns im Garten sind es noch nicht so viele (den Schwalben sei Dank!), aber im Wald kann es einen schon erwischen. So geschah es dem Kind, das nach einer Fahrradrallye durch Wald und Feld nach Hause kam und empört die Stiche vorwies, von denen einer in den nächsten Tagen zu beträchtlicher Größe anschwoll. Gehört hatte es die Mücken nicht, wohl aber gespürt. Doch dann ist es, wie wir alle aus leidvoller Erfahrung wissen, ja bereits zu spät. Oft genug hört man die Plagegeister aber schon vorher, wenn sie einen summend umkreisen, auf der Suche nach der besten Stelle für den nächsten Stich. Ist das schlau, so laut zu summen? Wäre es nicht viel erfolgversprechender sich unauffällig anzuschleichen und dann zuzuschlagen, bevor der Mensch zuschlägt? Warum also summen Mücken? Welchen Sinn hat das?

Nervtötendes Gesumm

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So wie der Stich selbst, hat auch das Summen mit der Fortpflanzung der Mücken zu tun. Die Weibchen stechen und saugen Blut, um Eier zu produzieren. Das Summen dient dazu, dass sich Männchen und Weibchen schon von Weitem gegenseitig erkennen. Möglich ist das, weil die männlichen Tiere in einer höheren Frequenz summen als die weiblichen Insekten. Mückenmänner summen mit 600 Hertz, die stechlustigen Weibchen mit 550 Hertz. Jetzt, wo ich das weiß, werde ich bei der nächsten Mückenattacke mal die Ohren spitzen und versuchen, den Unterschied herauszuhören.

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Das Summen entsteht übrigens durch den Flügelschlag, der die Mücke nicht nur in der Luft hält, sondern auch die Luftmoleküle um sie herum in Schwingungen versetzt. Wie bei einem Stein, den man ins Wasser wirft, breitet sich der Schall in alle Richtungen aus und erreicht unsere Ohren, die ihn als Summen wahrnehmen.

Mich persönlich macht das Summen von Mücken so kirre, dass ich lieber den Stich in Kauf nehme, nur damit endlich mal Ruhe ist. Das gilt besonders nachts, wenn ich im Bett liege und schlafen möchte, das aber nicht kann, weil ein oder zwei dieser Viecher nach dünner Haut suchen. Dann halte ich doch lieber den Arm oder den Knöchel hin, in der Hoffnung, dass sie sich zügig vollsaugen und Stille einkehrt. Und wenn ich dann gestochen werde und es juckt, kann ich immer noch Johannas Tipp beherzigen und dem Eiweiß mit dem heißen Löffel den Garaus machen.

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Karolin Küntzel

Jahrgang 1963, ist freiberufliche Autorin, Dozentin und Kommunikationstrainerin. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Weiterbildungsmanagement in Berlin und war lange Zeit in der freien Wirtschaft tätig. Seit 2006 ist sie selbstständig, unterrichtet und schreibt Sachbücher für Kinder und Erwachsene. Ihre Wissbegier hat sie quasi zum Beruf gemacht. Sie lebte mehrere Jahre alleine in einem Haus im Wald, mehrere Wochen mit einer kleinen Crew auf einem Schiff auf dem Atlantik und bezeichnet sich selbst als überzeugte Rausgängerin. Sie sieht gerne unter Steinen nach. Mehr Infos unter: www.karibuch.de

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Autor: Karolin Küntzel

Jahrgang 1963, ist freiberufliche Autorin, Dozentin und Kommunikationstrainerin. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Weiterbildungsmanagement in Berlin und war lange Zeit in der freien Wirtschaft tätig. Seit 2006 ist sie selbstständig, unterrichtet und schreibt Sachbücher für Kinder und Erwachsene. Ihre Wissbegier hat sie quasi zum Beruf gemacht. Sie lebte mehrere Jahre alleine in einem Haus im Wald, mehrere Wochen mit einer kleinen Crew auf einem Schiff auf dem Atlantik und bezeichnet sich selbst als überzeugte Rausgängerin. Sie sieht gerne unter Steinen nach. Mehr Infos unter: www.karibuch.de

3 Kommentare

  1. Meiner Meinung nach kann das Summen der Mücken nicht allein mit der Fortpflanzung der Mücken zu tun haben. Das Risiko vom Menschen erschlagen zu werden wäre viel zu hoch und es gäbe sicherlich auch genügend andere Möglichkeiten des Erkennens zwischen Männchen und Weibchen.
    Es soll vielmehr durch das Gesumme beim Menschen bewusst Stress erzeugt werden. Dieser Stress führt zur Schweißabsonderung, der wiederum durch die Mücken wahrgenommen wird. Anhand des Schweißgeruches erkennt die Mücke ob es sich um ein „lohnendes“ Opfer handelt und welche Einstichstelle am günstigsten ist.

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