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Zimt ist nicht gleich Zimt

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Foto: pixabay.com

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Zimt ist Baumrinde. Das hatte ich schon mal gehört. Ihr auch? Dann sind wir ja hier fertig. Schönen Weihnachtsurlau… war nur ein Witz! Heute geht es nämlich um was anders: Zimt stammt zwar tatsächlich von einem Baum, aber Zimtrinde ist nicht gleich Zimtrinde. Da gibt es große regionale Unterschiede, Unterschiede im Geschmack und in der Herkunft. Ganz generell kann man bei uns zwei verschiedene Zimtsorten kaufen: Ceylon-Zimt und Cassia-Zimt.

Beide stammen von Pflanzen, aber nicht von der Gleichen. Wir zeigen euch heute mal, wie ihr die unterschiedlichen Zimtsorten erkennt.

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Ceylon-Zimt

Dieser Zimt stammt vom Ceylon-Zimtbaum und ist streng genommen gar keine “Baumrinde”. Denn um eine Zimtstange richtig hinzubekommen, wird die dünne Bastschicht der Pflanze abgeschält. Das ist eine der innenliegenden Rindenschichten, die ein besonders feines Aroma enthält. Diese Schichten werden ineinandergeschoben und dann getrocknet. Das Ergebnis sieht dann ein bisschen aus, wie eine Zigarre: lauter feine Blättchen, die sich zu einer Zimtstange zusammenrollen. Ceylon-Zimt wächst vor allem in Sri Lanka und Madagaskar.

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Cassia-Zimt

Wenn ihr im Supermarkt nach Zimtstangen Ausschau haltet, werdet ihr vermutlich häufig auf solche Stangen stoßen, die innen hohl sind. Dieser Cassia-Zimt stammt vom Cassia-Zimtbaum und bei diesem wird tatsächlich nur eine einzige dicke Rindenschicht geerntet. Trocknet diese, rollt sie sich häufig von zwei Seiten auf und bildet die Zimtstange. Die Bäume des Cassia-Zimts wachsen in China und Indonesien. Da die Herstellung von Cassia-Zimt deutlich preisgünstiger ist als die des Ceylon-Zimts, werdet ihr ersteren im Supermarkt häufiger finden.

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Cumarin im Zimt

Doch Achtung: Zimt in großen Mengen ist ungesund und das liegt am Stoff Cumarin, der in der Zimtrinde vorkommt. Im Vergleich mit dem Cylon-Zimt enthält der Cassia-Zimt deutlich mehr Cumarin. Leider ist nicht immer ausgezeichnet, welche Sorte in einem Gewürzdöschen steckt, doch im Zweifel wird es eher der günstigere Cassia-Zimt sein.

Wenn ihr also echte Fans von Zimtsternen & Co seid, investiert doch dieses Jahr mal bewusst in den etwas teureren Ceylon-Zimt. Ihr bekommt ihn im Reformhaus oder im Asia-Shop an der Ecke. Diese Zimtsorte enthält nur sehr wenig Cumin und ist damit für kiloweise Weihnachtsplätzchen geeignet. Guten Appetit!

 

 

 

 

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Autor: Johanna Prinz

ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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