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Die ersten Blumen: Frühblüher

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Foto: pixabay.com

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Seid ihr alle gut ins neue Jahr gekommen? Wir ja. Karolin und ich stecken schon wieder mittendrin in neuen Projekten und eines davon ist sogar ein gemeinsames. Der Winter hat sowohl München als auch Lübeck noch fest im Griff. Hier oben ist es kalt – richtig kalt. Gestern war es außerdem so glatt, dass man das Haus nicht verlassen konnte. Keine Chance also auf ein paar Blumen, dabei wäre das jetzt ein willkommener Farbtupfer. Ich kann mir nicht helfen und halte trotzdem Ausschau. Die ersten Frühblüher warten sicher schon. Karolin hatte schon mal darüber geschrieben, wie die Pflanzen den Winter überstehen. Wir gucken uns heute mal ein paar Arten an.

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Schneller als die Bäume

Frühblüher sind Pflanzen, die es darauf anlegen, im Frühjahr die schnellsten zu sein. Kaum scheint das erste Mal die Sonne und wärmt den Boden, zeigen die ersten Pflänzchen ihre Köpfe. Dabei wachsen sie auch in Laubwäldern, unter großen Bäumen. Im Sommer gäbe es hier nicht genug Licht, aber solange die Bäume noch mit dem “Blätter bilden” beschäftigt sind, haben die Frühblüher freie Bahn. Schließlich kommt dann noch genug Licht auf dem Boden. Ihre Energie beziehen die Frühblüher aus ihren Speicherorganen: den Zwiebeln unter der Erde. Hier ist genug Stärke oder Ähnliches gelagert, dass die Pflanze auch ohne viel Sonnenenergie wachsen lässt.

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Der Winterling

Der Winterling ist eine der ersten Pflanzen, die jedes Jahr blühen. Auch wenn es für andere Pflanzen noch Winter ist, sind die gelben Blüten des Winterlings schon zu sehen. Zum Glück, denn wenn die Temperatur über 10°C steigt, verlassen ja die Bienen ihren Stock. Wenn sie dann draußen aufs Klo gehen, können sie gleich noch ein bisschen Pollen mitbringen. Ohne den Winterling wären die Bienen so früh im Jahr auf ihre Nahrungsvorrräte im Stock angewiesen.

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Der Blaustern

Nicht pflücken! Einige Teile des Blausterns sind giftig und können Hautreizungen verursachen. Aber er sieht sehr hübsch aus, oder? Trotzdem: unser heimischer Zweiblättrige Blaustern ist streng geschützt und darf nicht abgerissen werden. Hier im Norden kommt er sowieso nicht vor, denn er mag es eher wärmer. Nichts desto trotz ist der Blaustern eine der ersten blühenden Pflanzen im Jahr. Er verstreut seine Samen auf dem Boden und lässt sie von Ameisen davontragen. Als kleinen Anreiz trägt jeder Same ein Anhängsel aus Fett – sehr lecker, finden die Ameisen und nehmen den Snack gerne mit.

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Das Schneeglöckchen

Schneeglöckchen wachsen sogar in unseren Vorgärten. Häufig schauen die ersten Stängel aus Schneewehen heraus – daher auch der Name. Die Zwiebeln der Pflanze überdauern den Sommer, Herbst und Winter im Boden und werden erst so richtig lebendig, wenn es im Frühling wärmer wird. Dabei wissen die Schneeglöckchen offenbar manchmal schon lange vor uns, wann es Frühling ist. Wenn ich im Moment aus dem Fenster schaue, sehe ich noch keinen einzigen Frühblüher. Bis das Schneeglöckchen oder der Krokus aufwacht, dauert es also wohl noch etwas. Puh! Mach’ ich mir halt noch einen Tee.

 

 

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Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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Autor: Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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